Die Niederlausitzer Unruchs.
Parchwitz an der Gder, und dort 2t- l2. lSSSgestorben^). Seine Gruft in der Klosterkirche istmit prächtiger Gedenktafel geziert.
Die zweite Nachricht von Melchior nenntihn l9- l2. lsss zusammen mit Ernst Strauwald-Zauche als eidlichen Zeugen im Streit FridrichSkopps-Sebernitz mit seinen Leuten. Beide zeugenzu gunsten dieser^). H7. 7. ls?l ist er Vormundder Rechenberg's-Tschirna^). 22. Z. hält
er sich mit Lorenz Braun-Kammelwitz undKaspar Schliwitz wegen einer für David Bockgegen Gsmann Brauchitsch über 400 Thlr. ge-leisteten Bürgschaft an das Kaufgeld für Gulichenund Eisenmosti). l?- l2. sS?H verkaust er seineZ Teile an Dorf und Vorwerk Nistitz an Zoach.Berg-Herrndorp). Erst s. Z. s59? wird er wiedergenannt, er und Wenzel Wurissen haben jeder20-t Thlr. für Hans Bock erlegt^), fortan ver-schwindet er.
Sein schon oben genannter Sohn Sigmundgeboren tS. 9- lsss war schon ls?l mit einemPuttkammer nach Frankreich mitgegangen undhatte dort Kriegsdienste genommen. Die Chronistensagen, er sei tSs? als ein „wohlxeregrinierterKavalier" heimgekehrt. Diese seine vielen Reisenscheinen ihn auch nach Tübingen und zu einemAbenteuer geführt zu haben. In der Iohannis-nacht 158-j war, wie der Rektor dem Senatanzeigt, ein auf Lauten, Zithern und Geigenmusizierender Haufe Studenten aus den Marktgekommen. Student v. Unruh, der am Marktgewohnt, habe aus dem Fenster dazu gejuchzt.Darob habe ihn der Rantzau herabgefordert,wenn er ein ehrlicher Gesell sei. Als U. nunwillkürlich herabgekommen, seien ihrer sieben mitbloßen Wehren auf ihn eingedrungen und habenihn bis zum Brunnen getrieben, wo sich danndie Wache dazwischen warf?).
Heimgekehrt hat er, wie die Grabrede sagt,seinen Acker gebaut und Zo. 8. >,59l DorotheaStößel- Globitsch geheiratet^), die aber nachkaum Z jähriger Ehe starb, nachdem sie z Kinderndas Leben gegeben. Die älteste Tochter /Idar-
9 Zedier Univ.-Lex. v. 1746.
9 A. Brsl. Glog. Iii 21ck. 210.
9 Ebenda, lüg. is?.
9 Ebenda. 17. S.
9 Ebenda. IS «. 172.
°) Ebenda. Wohl. III 12 z. 121.
D Rob. v Mohl. Univ. i. Mittclalt Frvg. 01. S. St.9 Heermann Todesschule S. S7.
garetbe heiratete löst Franz Sack ausBartsch-Irsingen und Töllen, starb aber schon t9- "Uzs. Die zweite ZiZgrbara Fridrich Abschatz,Rödersdorf. Der Sohn Fridrtcb ist jung ge-storben und niit ihm dieser Zweig erloschen.Sigmund heiratete zwar Dinstg n. Himms. ssg?Warbara Schindel- Akreschfronze, die jedochden Mann kinderlos überlebte, obwohl sich ts.8. sö2Z als Todestag in Verwechslung mitBarbara Abschatz angegeben findet. Sie kommtnoch 2h. s2. sS28 vor, beteiligt bei der Testa-mentseröffnunz ihrer Mutter Marg. Schindel geb.Motschelnitz, auf AkreschfronzeH und 9. l- sSZ8tritt sie soo Thlr. von ihrem Brödelwitzer Anrechtan Joach. Helcher ab^).
Sigmund leistet z. z. lS99 seinerSchwester Anna Beistand, als öiese zu Glogauihrem Gatten Christof Glaubitz - Samitz ihreihre Nistelgerade verkauft^) und hq. s. lsoz be-zeugt er zu Brieg den Verzicht der BarbaraFitz geb. Koschlig auf peiranowitz-l).
Seine andere Schwester Nva war an ErnstHerm. Knobelsdorf verheiratet, aus dessenNachlaß sie z. 9. lS9?, im Beistand ihresBruders Sigmund- Brödelwitz als Vor-mund, das Gut Littersdorf (Kr. Grottkau)kauft^). von dort ladet sie ihren SchwagerHeinr. Koschlig-Pottewitz 20. H2. t59? zu ihrerHochzeit lv. 2. 98 mit Sigmund Kittlitz-Zissenburg und nochmals dringend, da er wohlabsagte, am tH. l- 9s.
Als Vaterschwester Sigmunds wird AgnesU . gelten müssen, die als Gattin Heinr. Haug -witz's s. Z. hSSs starb und deren Grabsteinin (ZZuilitz n. a. das Ahnenwappcn Promnitzzeigt. Ihr Gatte starb s. ^598.
Die letzte Nachricht von diesem ganzen Zweigeist ein Akt vom H. 7. lSSZi die Sigmund-Brödelwitz schen Erben und GberstlieutenantAndr. Rothsam quittieren Valentin Stößel überRückzahlung von 2000 Thlr. Darlehen.
Sinapius Silesiographie gibt, zweifellos irr-tümlich noch einen 2. Sohn Sigmunds namensHans an.
9 A. BrLl. Wohl. III. IS» 1S7.9 Ebenda Glog. III. 21 d 40.9 Ebenda IS i 228.
9 Ebenda Wohl. III. 10 a os.Ebenda Glog. III.