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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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67-68
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Die Nürnberger Unruwer.

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Ausfällig ist, daß noch 1464 ein Anto» undein Hanns Vnruwi) als Bürger in Nürnbergaufgenommen werden, ohne daß Herkunft undVerbleib noch festzustellen wären. Es ergibt sichnur noch, daß Anton der Kürschner- und Hannsder Schreiner-Innung 2) 1465 beitrat. Dann istdie letzte Kunde von Anton ein geharnischter Briefdes Rates von Nürnbergs)an die Statt Prag"vom Sabat Vigiliä Thomä Apostoli 1483 aufBetreiben von Antons Frau Elizabeth, Danachward Anton in Prag auf haltlose Beschuldigungeines gewissen Güntler hin in ein hochnotpeinlichesVerfahren verwickelt und verhaftet. Der NürnbergerRat fordert seine unverzügliche Freilassung, daAnton als ein ruhiger Mann, der noch keiner Übeltalgeziehen, geschweige dennüberkanndt" sei, aufsolcheunangetzaigte" unerwiesene Anschuldigungenhin nicht peinlich angehalten werden dürfe. Ob

das half?

Da Jakob diesen beiden Unruhs nichts vermacht,hat er sie wohl als Verwandte nicht angesehen.Vielleicht sind auch beide, als er am 21. II. 1468testierte, nicht mehr in der Stadt und Hanns garnicht mehr am Leben gewesen. Jakob selbst scheintbald nachher gestorben zu sein. Denn in der oben-gedachten TopochronographieZ Nürnbergs, Anfangdes 18. Jahrhunderls aus alten Vorlagen hand-schriftlich zusammengestellt, heißt es:Die Unruhen

und Wörnung sind Eines Geschlechts Sie

sind abgestorben, dcrwegen ihrer Gedächtniß der

>1 KrSarch. Nnrnbg.

"> Ebenda.

2) Ebenda, Bricfbuch Nr. 38 mit einem nach den Vor-kamen geordneten Inder.

0 Germ. Mus. Nbg.

Schild einer unter den abgestorbnen in St. Sebaldi-kirche hanget mit der Jahrzahl 1463." Das gibtzugleich Klarheit darüber, welche Bewandtnis esmit den anderweit mehrfach genanntenWahrunggenannt Unruhe" hat, die auch in einer späterenAuslage von Siebmachcrs Woppenbuch v.J. 1734aufgeführt worden sind, aber mit einem miß-verstandenen Wappen. Dieses und das in derTopochronographie klar und gut dargestellte Wappenstimmen in der Zeichnung überein, aber die Nach-fahren Siebmachers haben den wachsenden schwarzenKranich für einen roten Storch gehalten. Vielleichtglaubten sie damit dem Rot und Gold desbekannteren Löwenwappens der Unruh näher zukommen; denn sie haben folgerecht auch die Helm-decken außen rot statt schwarz dargestellt.

Es entzieht sich noch jeglicher Feststellung, woherdas schwarzgoldne Kranichwappen und der Wohrung-Beiname stammen. Die neumärkischen KlempzigerNachkommen des Heinrich, in denen der alleThüringer Stamm von Nürnberg fortlebt, habenbeides abgestreift und wohl beeinflußt durch diebenachbarten schlesischen und später auch die birn-baumschen Vettern, das Wappen mit dem böhmischenLöwen, aber in der Form heraldisch linksspringend angenommen, wie sie sich oben links amHauptportal der St. Lorenzkirche zu Nürnberg zeigt.

Nicht unmöglich wäre es, daß die vereinzeltenUnruhs, welche noch im 18. Jahrhundert imAnsbach-Bayrenth'schen vorkommen, wenn sie nichtetwa von den sächsisch-polnischen BirnbaumerAusläufern abstammen, mit den NürnbergerUnruhs in Zusammenhang gestanden habe», überderen Verbleib im Obigen keine Angaben gemachtwerden konnten.

Conrad-f 13S6s- Fr.

f 1400

Jacob f 1421Ratsherr s. 1336'eine Spalter

Jacobs. 1427 i.d. Steuerliste1463 Testamentf unverh.

Sebolt auf Schadlos -

Tochter f 1430>/> Georg Zennerer

Anna1470 Bürgerin

Heintz^ auf Schadlos ^Sigmund

Erhart>/> Kunigunde Koler

MartinPfarrer

Erhart

i. d. Steuerliste Nachkommen in der Neumark (Eleander U.)1392

Bernhardi.d. Steuerliste139297

TochterWolfgangHaug

Erhart-Oberndorfu. Hattenbachs 1433s?)

Clara>/-1425 Ulrich Grund-herr f 1434>/-1436 Stefan Haller

Heinrich .... Nachkommen in der Neumark,1497 mit Klempzig belehnt.

1464 neu eingewandert:Anton 1483 in Prag gefangen,j- Elisabeth

Hanns

1465 z. Schreiner-Innung