Die Karolinger Unruoch's.
(Urgroßvater) iviiitolsti eomitis vorschriebenoder stifteten. Also ist das berühmte Geschlechtder Grafen von Achalm ein zweifelsfreierSeitenzweig der U's. unter neuem Namen. Dannfolgt bei Witte die Stelle, wo er den ihm un-erklärbaren Rudolf (vsq zu deuten sucht.
Von Adalhards Nachkommen in Flandernsind nur noch wenige Daten bisher aufgefunden.Zu Regensburg am S. 2. (000 schenkt KaiserGtto II den Brüdern der Ularienkapelle zuAachen die Höfe TieleH und Nierstein, wobeigesagt wird: „Tisls situni sst in eoinitntaÄnrobi eoinitis st ln pngo Tsstsrdallt üloto^.Es würde sich also etwa um einen Enkel Adal-hards handeln; wiederum dessen Söhne könntenes sein, die (oos und (0(0^) erwähnt werden.Beide Stellen sind den Aufzeichnungen des Iii-psrtus: cis clivsrsitats tsrnxoranr — alsoüber die wandelbaren Zeitläufte — entnommen.Die erste von Ivos schildert, daß der alte Prä-fekt Wichmann greisenhaft machtlos gewordenund wie nun grade die Normannen in hellenHaufen mit viel Schiffen den Rhein und Waalherauf ins Land einfallen — bis zur Handel-stadt Thylä plündernd vordringen und auch dasvon Graf IValtger und seiner gottwürdigen FrauAlberada gegründete Kloster lvalburg verwüsten.Das erschrockne, mehr an den Handel, als dasmutige Handeln gewöhnte Volk sucht in derFlucht sein Heil. Da werden rasch herbeigerufenBalderich und Graf Illnruocb und diesem„strsllno viro, glli in sxsroitu tsrtii Ottollisiillpsrutoris Italins ill rs militari opillntissi-Inns Irabsbatur, kölluill oommitrtiur. Alsodiesem rastlos tätigen Manne, der schon imHeere Kaiser Gttos III in Italien den Rufeines sehr gewandten Kriegsmannes hatte, wirddie Bekämpfung der Normannen übertragen.
Die zweite Stelle von (0(v schildert den Toddes Bischofs Nnslrid von Tournai. Indemsein Vetter „Graf Unruoch", und seine, desBischofs Tochter, ehrwürdigste Äbtissin des dor-tigen Nonnenklosters von Tournai auf demlinken Maasufer oberhalb Ruremond genanntwerden, entpuppt sich auch der Bischof als einUnruoch, der erst unlängst, nach Bischof BalduinsTod auf des Königs Bitten und Drängen vomlvaffenwerk Abschied und das Kloster und Kirchen-regiment in die Hand genommen hatte, viel-leicht gab es da viel, was der neue Bischof,wenn er es sah, hätte tadeln, bestrafen, abstellenmüssen. Aber davor wurden die Frommen ver-schont, „der Himmel" ließ den alten Ansfridbald erblinden. Noch einige Jahre schleppte erso ein mühsälig Dasein hin, dann gings zumSterben. Äuf einen Hügel bei dein Kloster amStrom ließ er sich bringen, das erloschne Augen-licht der scheidenden Sonne zugekehrt — so schieder zwischen Tochter und Vetter, voll der Sehn-sucht nach der sonnigen warmen Stammheimat.Dann trugen sie ihn herein und setzten ihn feier-
9 Mou. Germ. IM. Urkunden Otto II., 1.770 Nr. SI7.9 M. G. I). ScriptorcS IV. 70-t .708.
Die Unrugher.
lich mit vielen, doch zu ihm nicht dringendenGebeten und Gesängen in der Kathedrale bei. —
Für uns bietet jene Stelle von mos noch eineinteressante Besonderheit. Ts,, gibt verschiedeneAbschriften und verschiedene Übersetzungen deralten Annalen, Lhroniken usw. Die hat der Her-ausgeber des alten IV Bandes der Non. Osrni.Iiist. genau verglichen und dabei, wie er anmerkt,gefunden, daß einer der alten Abschreiber ineiner Handschrift bei dem Namen Ünruochusdie Silbe Un fortgelassen und nur Ruochusgeschrieben. Muß man damit nicht in Bezugbringen, was man bei Witte a. a. G. S. ?sliest: „. . . wohl mochten die Udalrichingerdaran denken, nach dem Ableben Rodcrichs ihreVerwandtschaft mit Ludwig dem Frommen aus-zunutzen und dem Erben Roderichs, dem GrafenAdalbert die Nachfolge in Rätien streitig zumachen. — Damals war aber Vertreter desGeschlechtes: Istuocbar, der in der Zeit von82^—28 als Graf im Argen- und Linzgau,8;? auch im Rheingau erscheint ... er ist ver-mutlich als Sohn Rnadperts anzusehen."vielleicht hat Witte auch damit Recht, denntatsächlich steht ein „Illnrob lIMGDZdlstlBlbT"als Gönner oder Gast des Klosters Kempten(Okainbitullg. auch Ouillpitollöllss) in dessenListen H. Zufällig hat sich auch annähernd fest-stellen lassen, daß diese Eintragung zu den81,5—820 entstandenen gehört.
In den Sankt Gallener Listen desselben(Filial-?) Klosters^) steht aus einer anscheinendnoch viel älteren Zeit ohne jeden Zusatz ein„Ollrualis" eingetragen; vielleicht noch aus dem8. Jahrhundert. Dieselbe Namensform ans un-bestimmbarer Zeit kommt noch vor beim Klosters)rüm (Tifel)6); hier ist aber der „Illlruaolil (aicns) als ein Insasse des Klosters gekenn-zeichnet. Die Listen des Klosters Morbach (KreisGebweiler Elsaß) weisen ungefähr ans der Zeitum 785 einen „Illlruas" mit dem Zusatz „Hrun-stein"3) ohue nähere Bezeichnung auf. KlosterDijon führt um 820 einen ^Ilnrieus" alsb)„cüg,o"(ollus), Kloster Mattsee, diöz. Passan(Natnslisöo)^) einen nicht näher bezeichneten„Malter! Illlris", anscheinend aus der Zeit um950 auf. Diese Klosterlisten nennen ferner:
um 790 im Kloster Ellwangen Onroli Dmbart
Libr. confr. I. (((. Z(.ch 302 i. d. Kongreg. S. Bonifaz z.Fulda Illlrood.
David Lbr. confr. II. (42. 2S.um 825 im Kloster Metten (Donau Regcnsburg)
IlllroKiz Libr. confr. II. ((7. 2.um 850 im Kloster Metten (Donau Regensburg)
Ollrodi Libr. confr II. (18. 2.uni gso ini Kloster Neuenweilcr (Elsaß) Illlrugsr
(Gäste) Libr. confr. II. 257. 2.
AI. d. d. Imbr6 oonlratsrn. II 159 33.2) Ebenda I- 90. 16.
») Ebenda I. 287. 27.
4) Ebenda II. 173. 14.v) Ebenda II. 651. 31.
6) Ebenda II. 112. 12.
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