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Vor- und Frühgeschichte des Stadtgebietes Köln
Entstehung
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entstehen, in dem verhältnismäßig wenig von den Werken der vorher-gegangenen Perioden sieh bemerkbar machte. Ebenso verhält es sichmit den Hinterlassenschaften der vorgeschichtlichen Stufen, den Boden-altertümern, welche für die Vor- und Frühzeit als Geschichtsquellenvon großer Bedeutung sind., Am schlechtesten bestellt ist es mit ge-sicherten Funden aus der ubischen Zeit. Von den Holzhäusern undHolztempeln, den Begräbnisplätzen jener Periode, sind wenig Spurenerhalten, ebenso von den gleichzeitigen Bauten des ersten römischenStandquartiers. Nicht einmal den Ort, wo das Heiligtum, dieAraUbiorum, gestanden, vermag man mit Gewißheit anzugeben; desgleichensind Ausdehnung und genaue örtliche Feststellung des ersten römischenStandquartiers noch strittig. Die in den Gräbern des ubischen Oppidumseinst vorhandenen Kulturreste sind längst vernichtet. Die römische,fränkische, mittelalterliche und neuere Bautätigkeit hat fast alles zer-stört, was der Boden einst an solchen Sachen barg.-

Für das römische Köln liegen die Verhältnisse günstiger. Die großenSteinbauten konnten erst langsam in ihren Bauteilen über der Erde be-seitigt werden, während die Fundamente sich erhielten. Die Begräbnis-plätze lagen nicht im Innern des Mauerberings, sondern an den großenTorstraßen außerhalb der Stadt. Da diese Gebiete durch die Befesti-gungen lange Jahrhunderte der Bebauung entzogen waren, erhieltensich die Gräber mit vielen Tempelresten und einzelnen Bauwerk-fundamenten.

Auf diese Weise ist eine unerschöpfliche Fülle von römischen Alter-tümern dem Kölner Boden entstiegen. Seit mehr als vier Jahrhundertenschon von Liebhabern Dompropst Graf Hermann von Neuenahr,14921530, regte zuerst den Eifer für die Sammlung römischer Alter-tümer in Köln an dann von der Wissenschaft gesammelt, bieten siein Verbindung mit dem Ergebnis planmäßiger Bauuntersuchungen einhervorragendes Material zur Erschließung der Kenntnis römischerKultur in Köln nach den verschiedensten Richtungen hin.

Viel ungünstiger ist darin wieder die fränkisch-karolingische Epoche.Den Franken, wie allen Germanen damals, war der Steinbau fremd;Holz das Material, aus dem sie Häuser, Tempel und Herzogshallenbauten. Als um die Wende des 5. Jahrhunderts das römische Kölndauernd in ihren Besitz gekommen war, sanken viele der prächtigenRömerbauten in Trümmer. Was damals erhalten, litt später noch durchdie Hunnen, besonders jedoch durch den 881 erfolgten Einfall der Nor-mannen. Aber trotzdem blieb manches erhalten.

Die ersten fränkischen Holzhäuser, Tempel und Königshallen mußtenjedoch, als der Steinbau Regel wurde, vollständig verschwinden. Danun auch die späteren fränkischen Steinbauten der fortschreitendenStadtentwicklung zum Opfer fielen, konnte es geschehen, daß aus denJahrhunderten der fränkisch-karolingischen Zeit keine Bauwerke bisin die Gegenwart sich gerettet haben.

In der heidnisch-fränkischen Zeit lagen die Honschaften um einenTempel, dicht dabei der Begräbnisplatz. Aus diesen heidnischen Götter-häusern wurden später meist christliche Kirchen, und der Friedhofblieb an der alten Stelle. Durch die vielfachen Belegungen gingen diealten heidnisch-fränkischen Grabanlagen mit den Beigaben verloren.

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