empfunden hat, der verspürt den warmen Odem italisch-griechischerKunst, die für alle Zeiten ein idealer Quickborn der Menschheit bleibenwird.
Nach dem langen, harten Winter der prähistorischen Zeit, die aberden Boden für die Neusaat vorbereitete und auch ihre individuellen Reizeund hohe Schönheiten besitzt, hat die Römerepoche dem Rheinlande einenlichten Frühling beschert, unter dessen warmem Hauche überall einSprießen und Blühen begann und des Menschen Herz zu neuer Lebens-freude auftaute. Es folgte ein heißer, gewitterreicher Sommer, der inder Völkerwanderungszeit und in der karolingischen Periode den ger-manischen Staatsgedanken und die germanische Gesinmmgskultur in ihrerganzen Kraft und Tiefe heranreifen ließ und gar manchen bisher ver-ödeten Gebieten arbeitsame Neusiedler zuführte.
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Abb. 84. Amazonentorso in Trier.