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lenstein mit 120 Meilen angegeben (a Mog[ontiaco] m[ilia] p[assuum]CXX), was ziemlich stimmt und eine genaue Vermessung voraussetzt.[Oie hintere und vordere Limesanlage mit den parallelen Kolonnenwegenwaren die letzten Linien dieses Systems.
Mit dem Vorrücken der Grenze wurden auch die Querstraßen vonden linksrheinischen Waffenplätzen und von den Kastellen der Rhein-ebene nach den Vorpostenkastellen an dem inneren und äußeren Limesvorgetrieben. Schon Vespasian hatte nach dem Offenburger Meilen-stein im Jahre 73/74 eine Straße ab Argentorate in R(aetiam) angelegt,die ich selbst von Kehl über Höfen, Offenburg längs des rechten undlinken Kinzigufers bis Schiltach und zum Abnoba-Tempel bei Rötenbachverfolgen konnte, von wo sie nach Rottweil und Tuttlingen an die Donauzieht. Ebenso wurden die Straßen (Selz—(Ettlingen—Pforzheim—Leon-berg—Cannstatt, (Speyer—(Hockenheim—Stettfeld—Flehingen—Jhingen—Cannstatt, (Speyer—) Wiesloch—Wimpfen (Böckingen) — Jagsthausen(Öhringen, Mainhardt(, Neuenheim,—Neckarburken—Osterburken, Gerns-heim und Groß-Gerau—Dieburg an die Main- und Odenwaldkastelle alssolide Heerstraßen durchgeführt. Auch von der Nordschweiz, wo inVindonissa bei Brugg seit Tiberius eine Legion stand, wurde die schonvorhandene Straße Zurzach—Schleitheim—Hiifingen bis Rottweil undRottenburg an den Neckar fortgesetzt.
Nördlich des Mains in der Wetterau hat G. Wolff deutlich zweiStraßensysteme nachgewiesen, das domitianische, welches Mainz, dieKastelle in der Ebene und die vorgeschobenen Posten am Limes unter-einander verband, und das trajanisch-hadrianische, welches dem neuenKastell- und Grenzsystem Rechnung trug und auch eine gute Verbindungmit den Mainbrücken herstellte (Arch. f. hess. Gesch. XIII, S. 39). Sozahlreich die Parallel-, Quer- und Diagonalstraßen erscheinen mögen, siesind durch zuverlässige, langjährige Beobachtungen G. Woltfs gesichertund geben auch für andere, weniger erforschte Limesgegenden ein er-strebenswertes Vorbild.
Um 200 n. Chr. unter Septimius Severus erfolgte eine planmäßigeReorganisation des Straßen wese ns, hauptsächlich von Gal-lien aus nach dem Rhein, aber auch nach dem Limes. Zahlreiche In-schriften und die systematische Aufstellung von Leugensteinen lassendies erkennen. So spricht eine Inschrift von Metz-Sablon von Erneue-rung der Straßen und Brücken (vias et pontes vetustate collabsos resti-tuit(, und ein neugefundener Leugenstein von Niederemmel bei Neumagenan der Mosel aus dem Jahre 213 wiederholt fast die gleichen Worte, viel-leicht eine Vorbereitung Caracallas für seinen germanischen Feldzug(Bonn. Jalirb. 127, S. 354). Die Berechnung nach gallischen Lengen(1 Leuga = 2220m = 1,5 römische Meilen zu 1480 m), die in Gallien schonfrüher angewendet wurde, verdrängte jetzt auch in Germanien völlig dieAngaben nach milia passuum. Da die Ladenburger und Heidelberger Mei-