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2 (1923) Die römische Periode
Entstehung
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tores) namentlich für die Rekognoszierung des Vorgeiändes. An ton i-n us Pi Lt s 038—161) mußte trotz seiner Friedensliebe den Aufstand derkalcdonischen Brittones (.142) niederschlagen. Er verpflanzte sie in denOdenwald und an die Neckarlinie, wo zahlreiche Türme und kleinenunicri-Kastelle von ihnen in den Jahren 145 und 146 erbaut sind. Aberbald darauf, zwischen 150 und 160, ließ er die vordere Linie Miltenberg—Osterburken—Öhringen—Lorch besetzen durch die alten Kohorten undBrittonennuineri der inneren Linie, offenbar ohne jeden Kampf, haupt-sächlich leichterer Verproviantierung wegen und aus kolonisatorischenGründen. Noch im Jahre 148 stiftete der praepositus im NeckarkastellBückingen zwei Altäre, aber schon aus dem Jahre 161 datiert eine In-schrift an der vorderen Linie (Jagsthausen). Doch ist nicht ausgeschlossen,daß einzelne Kastelle der inneren Linie, wie Neckarburken, noch eineZeit lang weiterbestanden, wie auch in England nach Errichtung des Pius-walles einzelne Truppenkörper am südlichen Hadrianswalle stehen blieben(III. Ber., S. 179f., VI, S. 155).

Der Philosoph auf dem Thron Marc Aurel (161—180) hatte denschweren Kampf gegen den Markomannenbund an der Donau zu be-stellen, konnte sich aber am Rhein im ganzen ruhigen Verhaltens derGermanen erfreuen, abgesehen von einem Einfalle der Chatten im Jahre162. Unter dem Wüst- und Schwächling Commodus (180—192) ge-stalteten sich in allen Provinzen die Verhältnisse schwieriger, die ger-manischen Nachbarn wurden immer bedrohlicher. Unter C a r a c a 11 adrangen die Alamannen 213 im Maintal und gegen Rätien stürmisch vor,wurden aber zuletzt abgeschlagen. Bei Cassius Dio lesen wir die Nach-richt, daß der Kaiser auf diesem Feldzuge allenthalben Kastelle und Städtehabe bauen lassen („ livravSa <j>(W(jioi> Ttiy_ioOifc<a, farav&a itohi oixoSoi.ojSijra“).Für Baden-Baden ist seine Fürsorge bezeugt für die Thermen, vielleichtaber auch für Errichtung einer Stadtmauer und für die Ausgestaltung derGaugemeinde. Auch die Stadtanlage von Faimingen an der Donau wirdvon F. Drexel mit seinem Zug nach Rätien in Zusammenhang gebracht(O. R. L. 66 c, S. 30, vgl. VI. Ber., S. 169). Am obergermanischen Limesdürfte die Verstärkung des bisherigen Palisadenabschlusses durch denimposanten Wall mit vorliegendem Graben auf diese Zeit zurückgehen,während der Bau der Grenzmauer zwischen Jagsthausen—Osterburken—Bofsheiin wohl noch etwas später zü datieren ist. Der Sieg über die Ala-mannen scheint den Römern eine große Beklemmung benommen zuhaben, was sich auch in der deae Victoriae ex voto gesetzten ara einesStandartenträgers in Osterburken äußern wird. Severus Alexan-der (222—235), der zum Schutze der Grenzen an den Rhein geeilt war,wurde 235 mit seiner Mutter Manunaea, wohl in der Nähe von Mainz, inseinem Zelte ermordet. Die überlieferte Örtlichkeit, bei welcher der Morddurch die Soldaten stattgefunden haben soll, Sicila, ist allerdings in derMainzerUmgebung bisher nicht zu belegen. M a x i m i n u s T h r a x (235 bis