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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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wieder ihren Hausstand 1656 und 1659 gründeten, so daß sie um

1620 geboren sein müssen, Söhne des Eisenacher Hans sein. Letztererscheint mit ihnen in seine Geburtsstadt heimgekehrt zu sein. Matthiasist vermutlich unter der Regierungszeit des Kaisers Matthias 1612bis 1619 geboren. Man tauft oft die Kinder nach dem Herrscher.Freilich wäre es dann auch möglich, daß beide in dem Geburts-register bloß deshalb nicht stehen, weil dieses 1618 erst beginnt,und daß sie trotzdem Kinder Georgs wären, wie alle anderen imGeburtsregister aufgeführten. Möglich und zu deren Geburtsjahren

1621 —1628 passend wäre das, aber unwahrscheinlich. Denn dannhätten beide erst mit mehr als vierzig Jahren geheiratet, noch älterals sie nach unserer bisherigen Annahme (1620—23) es mit zirka30 — 35 Jahren getan hätten. Wenn man sie danach dem Georgnicht zurechnen kann, muß man sie dem Eisenacher Hans zurechnen.Ein Dritter, dessen Kinder sie sein könnten, ist in den Kirchen-büchern nicht zu finden. Dagegen sind der Familie des Georg undzwar als Kinder seines Sohnes Johannes, diejenigen zwei Holbeinerzuzurechnen, welche von zirka 1650 ab als Brüder in Flurstedt undObertrebra saßen: Friedrich Holbein in Flurstedt und HilariusHolbein in Obertrebra.

Der dreißigjährige Krieg, sagt Frh. v. Lütgendorff, S. 25, brachtees mit sich, daß oft verarmte Abkömmlinge in wechselnde Kriegs-dienste traten und nach dem Friedensschlüsse in den Ländern ihrerletzten Kriegsherren seßhaft blieben. Und gerade aus dem Gothaischen,von Mackenroda nach Schloßheldrungen, fand sich ein solches Beispiel,S. 104 der »Skizzen und Bilder zu einer Heimatskunde des KreisesEckardtsberga« von Superintendent L. Naumann (Eckartsberga 1904).Außerdem aber sollen noch viele andere, wie ich in Eckardtsberga,einem noch keine Meile von Flurstedt entfernten Städtchen, hörte,damals in den Kreis Eckardtsberga aus dem Gothaischen zugezogensein. Die wirtschaftlichen Gründe für dergleichen gibt Naumannsehr klar in Heft V, Nummer VIII, X, XI.*)

Zu ähnlichem Ergebnis gelangte Herr Superintendent E. Kröhnin Ohrdruf, welchem ich obigen Auszug verdanke. Er schreibt mir:

*) Hierzu treten für Ohrdruf besonders die Brände von 1651 (150 Häuser) und1653 (172 Häuser) laut Becks Geschichte Gothas, 1760, Bd. III, 2, S. 80.

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