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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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diese Bauten finden sich keine vor; mit Ausnahme des Kaufbriefes, wo-nach die Kirchgenossen das damalige Pfarrhaus samt Hofstättli und Turmvon den Erben des Pfarrers J. J. Scolar im Jahre 1708 erworben haben.

Rätselhaft stehen die vier Türme von Bürglen da, welche gewißin irgend welcher Weise zusammengehörten, und doch nicht alsTeile einer Burg betrachtet werden können. Ein Mauerzug vomMeyeramtsturm zum Pfarrhofturm ist nicht gedenkbar, da sonst dieEingangstüre des ersteren nach außen zu gelegen hätte.«

Dieser Beschreibung des Meyerturmes entsprach das Bild, alsich ihn im Sommer 1902 besuchte. Aber kurz vorher hatte derTurm zwei Schäden erlitten. Im Frühjahr 1902 brannte das Dachab und beim Straßenbau ging der wunderschöne ihn umrankendeEfeu (S. 13) größtenteils ein. Man hatte auf der Straßenseite seineWurzeln bloßgelegt und abgehackt. Arm- und beinstark zeigen sichnoch jetzt ihre Reste an der Mauer. Auch ein Opfer der neuenKlausenpaßstraße. Jahrhunderte alt muß er sein. Denn obwohl erkeine Blätter mehr trägt, ist das abgestorbene Gewirr seiner in denMauern noch wurzelnden Zweige so groß, daß es fast so aussieht,von weitem natürlich, als ob der Efeu noch lebend ihn umspinne.Das aber tut er nur noch an der Rückseite und den hinteren Hälftender Seitenflächen, soweit es die an diesen angebauten Häuser erlauben.Dafür ist der Turm im Innern verschönt und ausgebaut worden,wohl zur Zeit, als man ihm sein abgebranntes Dach erneuerte. Manbrach in seine Vorderseite, ein und zwei Stock hoch, je ein roma-nisches Fensterpaar und stellte nunmehr das Museum des Kantonesin ihm auf. Alte Bilder grüßen von den Wänden, auf Tischen undin Schränken sind historische Erinnerungen gesammelt, Waffen,Bücher usw. Ein Fremdenbuch liegt zum Einträgen auf. :; j Vgl. dievorzüglichen Ansichtskarten Nr. 1874 und 1878 des Verlages vonHuber, Buchdruckerei in Altdorf, oder das Bild S. 10 von »Uri,Land und Leute«.

Zeller-Werdmüller beschreibt Seite 123 noch einen ähnlichenTurm in dem benachbarten Schachdorf (S. 2), in der Umgegend alsBurg Halbenstein bekannt. Ich glaube nicht an die entfernteMöglichkeit, daß dieser Name Halbenstein mit dem Namen Holbein

*) Kein Holbeiner vergesse es! So finden sich vielleicht noch unbekannte.