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Lebensverhältnisse im XV. Jahrhundert.
ihn im XV. Jahrhundert bewohnte, ist nicht bekannt; Glieder derzweiten und dritten Linie der Gänsfleisch führen den Namen, und zwarnach der Meinung des Archivars Freiherrn Schenk von Schweinsbergnach diesem Hofe, der sich somit im Besitz der Familie befundenhaben muss. Wimpfeling sagt: Joannis Gensfleisch, ex senio coeci,in domo Boni Montis (in qua hodie est collegiimi Juristarum) ea arscompleta et consummata fuit: in laudem Germanorum sempiternam(siehe oben S. 89). Schaab meint, dass der Hof wahrscheinlich vomKurfürsten Dietrich erworben und der neugestifteten Universität beiihrer Gründung im Jahre 1477 übergeben worden sei.
Was die Lebensverhältnisse betrifft, so war es bei denFamilien üblich, ihr Vermögen in Leibrenten anzulegen; sie bezogenfür eine Summe von 200—300 Gulden jährlich 20—26 Gulden Rente.Der Gulden hatte 27 Schilling, 1 Pfund 20 Schilling, 1 Schilling12 Heller; der Wert war nicht gleich: 1436 galt der Gulden 27 Schil-ling = 1 Pfund 7 Schilling, 1440 28 Schilling, 1441 28 Schilling6 Heller. Der rheinische Gulden von 1425—1454 hatte 19 KaratFeingold = 7 Mark 11 Pfennige heutigen Geldes. 1 Riess Papierkostete 2 Pfund, 9 Häute Pergament in die Kanzlei 1 Pfund 7 Schil-ling; ein Schwein kostete 2 r / 2 Gulden, 1 Sack Kohlen 5 Schilling4 Heller. Ein Festessen für den Bürgermeister kostete 4 Pfund,der Rentmeister erhielt vierteljährlich 4 Gulden, der Stadtschreiberim Halbjahr 32 Gulden. Dr. Humery erhielt in der ersten Woche8 Gulden, in den folgenden 4, d. i. jährlich 208 Gulden. Der Wertdes Geldes war somit gegen jetzt wenigstens um das Dreissigfacheniedriger.