Fälschung eines Datums. Fälschung einer Schlussschrift.
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Carthusia prope Maguntzzzm possidet ex liberdonacz'one Ioannis dicti a bono monte opuscumira sua arte sc TT Johannis Nummeistercleric confectu«. Anno domz'wz M° cccc°lx iij xiij kal. Jul.
Ein Exemplar dieses Buches in Darmstadt hat keine Unter-schrift. Die Textschrift ist dieselbe, welche Linde als Type 8 Guten-berg zuschreibt. Mit derselben sind mehrere Bücher gedruckt, dar-unter ein Prognostikon oder Kalender auf das Jahr 1460.« Hesselsfand, dass diese Ziffer durch Ausradierung gefälscht war, undbei Prüfung des Textes ergab sich, dass darin Papst Sixtus IV. er-wähnt wurde:
Papa Sixtus quartus hoc anno graues anxieta
tes sentiet. Incomoda etiawz natura pacietur. Jupiter
Sixtus IV. wurde 1471 zum Papst erwählt und im folgendenJahre geweiht. Das Buch war 1482 gedruckt, also aus Ixxxii dieletzten Zahlen xxii entfernt worden. Hessels schreibt beide Fälschungennicht Bodmann zu.
Ein Exemplar des Dialogs des Papstes Gregor (um 1470 vonEggestein in Strassburg gedruckt), welches sich in der Bibliothekdes Grafen von Pembroke befindet, hat die ziemlich geschickt ge-fälschte Schlussschrift:
Presens hoc op?zx factum est per Johan.Guttenbergium apud Argentinumanno millesimo cccclviii.
Die erste Nachricht davon gab Palmer in seiner 1732/3 zuLondon erschienenen »Allgemeinen Geschichte des Buchdrucks«:.Diese Schlussschrift ist mit der Hand eingedruckt, die Buchstabensind ähnlich, aber etwas grösser und haben nicht die alte plumpeForm der Originaltypen. Wer die Fälschung ausgeführt, ist un-bekannt.
Van der Linde will die Entdeckung gemacht haben, dass Guten-berg seine Erfindung damit begann, Stempel zu schneiden und