Gedicht des Correctors Bergellanus.
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darüber, und die geschnitzte Tafel gab die abgedruckten Zeichen wieder.Da aber die Buchstaben nicht von ihrer Stelle weggenommen werdenkonnten und darnach nicht geeignet waren, verschiedentlich gebrauchtzu werden, kam ihnen Peter Schäfer zu Hilfe, den kaum irgend einAnderer im Schnitzen übertraf. Dieser, ein scharfsinniger Kopf, bildetemerkwürdig ausgestochene Werke, welche die Nachwelt mit demNamen »Matrizen« bezeichnete, und goss zuerst Gestalten der Töne inErz, welche in unzähligen Weisen zusammengesetzt werden konnten.Nun erwachte die Hoffnung von neuem, das Geschäft wurde an ge-heimen Orten und ohne Zeugen betrieben, damit es nicht die Beutegewinnsüchtiger Menschen werden möge. Zuerst wurde die kaumgeborene Kunst mit rohen Versuchen geübt, bald aber durchbrach siedie Schranken, und nachdem die Genannten die Feile noch angelegthatten, wurde sie durchaus zur Vollkommenheit gebracht. So wurdedieses Werk durch eine heilige Dreiheit vollendet. Der erste warGutenberg, der zweite Faust, der dritte Schäfer. Nun betrieben diesedas neue Werk unter sich mit grossem Eifer Tag und Nacht, die einensetzten die Worte zusammen, die anderen handhabten die Presse. Siegaben verschiedene Büchlein heraus, welche sie mittels metallenerBuchstaben druckten, und die von aller Welt bewundert werden. Alssie nun sahen, dass die seltene Ware Glück machte, schlössen sie einenVertrag, dass alles, was Gott und das Glück bescheren würde, gemein-schaftlich, dagegen aber auch die Last der Arbeit für sie gleich seinsollte. Allein die Bündnisse auf Gewinn werden selten durch Einigkeitgestärkt, sie werden leicht von Zwietracht erreicht. So kehren auchhier die Urheber des Vertrags, als die Hoffnung auf Gewinn sie zuerfüllen anfing, ihr befangenes Gernüth der Zwietracht zu, sie trennensich und lösen den Vertrag auf, die Zusagen entfallen, das Vertrauenwird zu nichte. Fortan sollte nun jeder mit eigener Presse aller Weltdienen und für sich nach reichem Gewinn streben. Gutenberg erträgtden ungerechten Streit nicht, er ruft Gott zum Zeugen an, dass derVertrag gebrochen wurde. Die Sache wurde endlich vor ein furchtsamesGericht gebracht, und es ward ein abscheulicher Process vor ihm ge-führt. Allein lange Zeit hindurch ist die Sache in scherzhaftem Streitgeführt worden, und sie ist noch heute vor Gericht anhängig.«