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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Bericht des Abtes Trithemius.

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nabant, ex qitibiis rursum aeneos sive stanncos cha<r acter es fundebant,ad omnem pressuram sufficientes, qitos prius manibus sculpebant).Und in der That, wie ich vor beinahe 30 Jahren aus dem Munde desPeter Schäfer von Gernsheim, eines Mainzer Bürgers und Schwieger-sohnes des ersten Erfinders der Kunst, gehört habe, hatte die Buch-d.ruckerkunst vom Anfange ihrer Erfindung an grosse Schwierigkeiten.Denn als sie beschäftigt waren, die Bibel zu drucken, hatten sie schonmehr als 4000 Gulden ausgegeben, ehe sie das dritte Quaternion zustände gebracht hatten. Der erwähnte Schäfer aber, damals Gehilfe,nachher, wie gesagt, Tochtermann des ersten Erfinders, Johannes Fust,ein kluger und sinnreicher Kopf, dachte eine leichtere Art, die Buch-staben zu giessen, aus und vervollständigte die Kunst, wie sie jetzt ist.Und diese drei hielten ihre Art und Weise zu drucken eine Zeit ge-heim, bis sie durch Gehilfen, ohne deren Mitwirkung sie die Kunstselbst nicht ausüben konnten, zuerst zu den Strassburgern und endlichzu allen Nationen verbreitet wurde. Das Gesagte mag über die wunder-bare Buchdruckerkunst genügen, deren erste Erfinder Mainzer Bürgerwaren. Die drei ersten Erfinder wohnten aber zu Mainz im Hausezum Jungen, welches hernach und bis jetzt das Druckhaus genanntwurde.«

Die Erzählung des Trithemius leidet offenbar an einzelnen Un-richtigkeiten, denn das »Katholikon« wurde 1460 gedruckt und waralso nicht das erste Buch, der Psalter hat das gedruckte Datum 1457.Auch ist das »Katholikon« kein Tafeldruck, und es liegt nichts vor,was einen früheren Holztafeldruck dieses Buches annehmen liesse.Die Beschreibung des Gusses der Matrizen erinnert an den Rothguss,der nicht erst erfunden zu werden brauchte, wogegen die Herstellungder Matrizen für Lettern auf diesem Wege allerdings eine Erfindungwar. Auffallenderweise ist hier von Punzen gar nicht die Rede. Die4000 Gulden für die ersten drei Quaternionen scheinen übertrieben zusein; selbst das beste Papier, der Riess zu sechs Gulden gerechnet(das gewöhnliche Kanzleipapier kostete um diese Zeit in Mainz nurzwei Gulden), ergab für 300 Exemplare der 42 zeiligen Bibel erst1200 Gulden, die Lettern konnten selbst im Rothguss nur 200 bis300 Gulden kosten.

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