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Lobgedicht des Professors Wimpfeling. Chronik der Stadt Cöln.
XVIII.
Hieran schliesst sich in demselben Buche folgendes Gedicht des144g zu Schlettstadt geborenen Prof. Wimpfeling:
Jaco. Uimpfelingh Sletstattini in eunde?« Epigra mma.
Glücklicher Gänsfleisch, durch dich wurdeGermanien glücklich!
Foelix ansicare, per te germania foelixOmnibus in terris premia laudis habetUrbe Moguntina divino fulte IoannesIngenio; primus imprimis ere notasMultu?« relligio: multur« tibi greca sophiaEt multu?« debet lingua latina tibi.
Jegliches Land in der Welt zollet ihmEhre und Lob!
Denn zu Mainz in der Stadt, unterstütztvon dem göttlichen Geiste,Drucktest, Johannes, zuerst eherneBuchstaben du!
Vieles die Religion, und vieles die griechi-sche Weisheit,
Viel die lateinische Welt schuldet anDankbarkeit dir!
XIX.
Zu derselben Zeit erschien die »Chronik der Stadt Cöln«, inwelcher der Verfasser folgende Darstellung der Erfindung der Buch-druckerkunst gibt:
»Diese hochwürdige Kunst ist zu allererst in Deutschland zuMainz am Rhein erfunden, und es ist der deutschen Nation eine grosseEhre, dass solche sinnreiche Menschen in ihr gefunden werden. Undes geschah im Jahre 1440, und von da bis 1450 ward die Kunst unter-sucht und was dazu gehört. Und im Jahre 1450, welches ein goldenesJahr war, begann man zu drucken, und das erste Buch, welches ge-drucktwurde, war die lateinische Bibel, und sie ward mit einer groben 1 )Schrift gedruckt, mit welcher man jetzt die Messbücher druckt. Undwenn die Kunst in der beschriebenen Weise nach Mainz gekommen ist,so kam die erste Vorbildung dazu von Holland aus den Donaten, dievor dieser Zeit daselbst gedruckt wurden. Und hieraus ist der Anfangder Kunst genommen. Und sie ist viel meisterlicher und feiner ge-worden und je länger, je kunstreicher. Einer, namens Omnebonus,
') In der Buchdruckersprache bedeutet grob: gross, z. B. grobe Canon, da-gegen kleine Canon.
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