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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Entstehung des Typendrucks.

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wenn man den Angriff des Werkes an mehreren Stellen mit mehrerenSetzern und Pressen annimmt, so reichten selbst bei drei Pressen höch-stens 10.000 Buchstaben aus, thatsächlich waren viel weniger nöthig,da nur die häufig vorkommenden Buchstaben entsprechend vermehrtzu werden brauchten.

Ein anderer Umstand, welcher zum Schnitzen drängte, bestandin der Schwierigkiet, Buchstaben von der Grösse der Typen der 36zeili-gen Bibel rein zu giessen, wor-aus sich auch die geschnitztenTypen des Psalters hinrei-chend erklären.

Die Herstellung dieserBuchstaben mag ziemliche Zeiterfordert haben, nach der Chro-nik von Cöln dauerte die Vor-bereitung zehn Jahre, und werdie Nachrichten derselben sonstals giltig anerkennt, wird die-selbe in diesem einzelnen Punktenicht beanständen können.

Die Erfahrung, dass dieso mühsam hergestellten Typensich bald abnützten, musste denErfifider veranlassen, sich umeinen andern Stoff umzusehen.

Nach den Berichten der Zeitge-nossen wurde mit ehernen Typen gedruckt; das Wort aes bedeutetebensowohl Messing, als jede andere Metallmischung. Um auch in dieserBeziehung Erfahrungen zu machen, nahm ich einige meiner Holztypen,ging zu einem Metallgiesser und fragte ihn, ob er mir daraus Messing-buchstaben machen könne. Er antwortete, er sei zwar nicht darauf ein-gerichtet, aber einige Buchstaben könne er mir machen. In der Werk-stätte des Metallgiessers sah ich dieselben Siebe wie in der Ab-bildung des Schriftgiessers von Jost Amann, ich sah die Arbeiter mitdemselben Formsand hantiren, wie ihn nach Gessner die Buch-

Nr. 23. Der Schriftgiesser. Holzschnitt von Jost Amann.(Aus Schoppers Panoplia 1568.)