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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Zwei Ablassbriefe.

Johann II. von Lusignan, übertrug seinem Bevollmächtigten, PaulinusZappe (Chappe), den Vertrieb dieses Ablasses in Deutschland. Zappereiste mit seiner vom 6. Januar 1452 datierten Vollmacht nach Mainz,dem Sitze des mächtigsten deutschen Erzbischofs Dietrich, und be-trieb von dort aus durch Unterbeamte und deren Beauftragte seineGeschäfte. Solche Ablassbriefe wurden in Patentform auf Pergament-blätter geschrieben. Ein Pergamentexemplar der Ablassurkunde fürHerzog Adolf von Schleswig vom 6. October 1454 zu Lüneburg ist ge-schrieben. Bald darauf liess Zappe die Ablassbriefe drucken, nur Nameund Datum wurden geschrieben.

Die gedruckten Ablassbriefe unterschieden sich von den geschrie-benen dadurch, dass der Anfangsbuchstabe, der Name 'J^auItnUö, sowie

die Worte »JFurma plciti|)'tntc abfolirftxmis cf rimiffixmis in frtta«und »Jfxmna plenaric rcmiflftonis in nnrrfia arfitnln« mit Missal-typen gedruckt sind, und zwar in dem 31 zeiligen Ablassbriefe (Nr. 16)mit den Typen der 36zeiligen, in dem 30zeiligen (Nr. 17) mit den Typender 42 zeiligen Bibel. Beide Ablassbriefe sind sowohl im Jahre 1454, wieim Jahre 1455 wiederholt gedruckt worden; folgende Exemplare habensich bis auf die Gegenwart erhalten:

Einunddreissigzeiliger Ablassbrief.

ausgestellt zu

gedruckt

I.

ddo.

15. November

1454

Erfurt

1454

2.

>

2. December (1454)

?

(1454)

3-

31. December

1454

Mainz

1454

4-

»

2. Januar

1455

Einbeck

1454 1

5-

»

27. »

1455

Lüneburg

I 454

6.

»

*

od

1455

Lüneburg

1454

7-

»

29. April

1455

Kopenhagen

1454

8.

»

30. »

1455

Hildesheim

1454

9-

?

Erfurt

1454

10.

»

7. März

1455

Würzburg

1455

11.

»

24. »

1455

Nürnberg

1455

') In diesen von 1455 datierten, aber 1454 gedruckten Ablassbriefen ist dieJahreszahl mit der Feder in 1455 umgewandelt.