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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Das ausschliessliche Eigenthum der Erfindung.

Anderen überlassen hätte, er sich den ewigen Dank der Nachweltverdient hätte.

Man wird aus der vorstehenden Darlegung auch erkennen, dassdie Buchdruckerkunst kein blosser Gedanke war, der zu gleicher Zeitan verschiedenen Orten auftauchen konnte, wie etwa das Rinden-schneiden eines Harlemer Küsters, und noch weniger konnte einecentnerschwere Presse heimlich entwendet werden. Solche Märchenkonnten nur in Köpfen von Leuten entstehen, welche von der Buch-druckerkunst weiter nichts wissen, als dass sie schwarze Buchstabenauf Papier zaubert.

In China, der Heimat des Holztafeldrucks, haben scharfsinnigeMänner wiederholt versucht, den Plattendruck durch Typendruck zuersetzen: der Schmied Pisching verfertigte um 1041 Porzellantypen,Piling später Bleitypen; aber in den vielen Jahrhunderten, währendderen der Reiberdruck in China gepflegt wurde, kam niemand aufden sinnreichen Gedanken, den Druck der Schrift mittels einer Presseauszuüben.

Mag der Holztafeldruck zuerst in Holland oder sonst wo inEuropa aufgetaucht und angewendet worden sein, seine fruchtbareAnwendung auf die Herstellung von Büchern durch den Druck erhielt ei-erst durch die Erfindung der Presse, ohne diese gab es keinen schönenBuchdruck, welcher die Handschrift verdrängen konnte; die Buch-druckerpresse trat zuerst in Deutschland auf, um sich von hier in alleLänder zu verbreiten, und wem das ausschliessliche Recht aufderen Erfindung gebürt, wird im dritten Abschnitte durch Zeug-nisse der Zeitgenossen unwiderleglich nachgewiesen werden.