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von Uvftü vom 1- Sept. und den: vvt» GIrersteiv von: 1- Vkt. d. I. UN :c.zugetheilt. Dresden 16. Nov. s?99- Lriellrirl: Augu-tt.
Unterm 6. Felln. 1808 wird genehmigt, das; der Hof- und Justitienrathvon Gllerstern als nunmehriger vvrftllender litttlf auf dem adeligen Imlerader Landes-Regierung in den Genuß der erledigten für die Mitaufsicht des Kehns-nrchivs bestimmten 200 Thlr. vom 1. Oct. v. I. an einrücken möge." (8.-1I. 13.euxvi. Nr. 16 568.)
Aus dem schnellen Aufrücken Wilhelin's in seiner amtlichen Laufbahn läßt sichentnehmen, wie er nicht nur die Zufriedenheit und die Wohlgewogenheit der Ministerund des Regenten sich erworben hatte, sondern auch, daß er mit Geschick, Fleiß undTreue seine Funktion verrichtete. Mit voller Gewissenhaftigkeit war er sächsischerUnterthan geworden und bewahrte seinen: neuen Landesherr:: seine aufrichtige An-hänglichkeit bis zun: Tode, und doch, ohne mit sich selbst in Widerspruch zu gerathen,war er ein ebenso guter Preuße geblieben, d. h. er, der in der strengen Schule seinesVaters und in der Verherrlichung des großen preußischen Königs aufgewachsen war,hätte diesen friedericianischen Geist und den höheren Schwung, welchen das deutscheLeben durch die Persönlichkeit Fricdrich's des Großen gewonnen hatte, überall waltensehen mögen, und ihn: war es unmöglich, sich ein Deutschland ohne Preußen zu denken.Aus dieser seiner Gesinnung, die für ihn als eine selbstverständliche galt, machte ernie ein Hehl; und so mochte auch darauf das Vorkommnis beruhen, daß er sich beimI/Hombrespiel mit den: Kommandanten des Kadetten-Corps überwarf. Aber noch be-deutungsvoller war die Treue, mit welcher er seine Anhänglichkeit an den preußischenGeist, als den auch für Sachsen heilsamen, festhielt und sogar in dem wichtigsten,entscheidendsten Momente für das Geschick Sachsens seinen König selbst auf die preußischeSeite zu ziehen unternahm. Als nämlich die Konvention mit Napoleon abgeschlossenwerden sollte, hat Wilhelm sich erdreistet gehabt, in einer Sitzung, welcher der Königanwohnte, denselben von seinen: Entschlüsse abzubringen; als ihn: das nicht gelungenist und als das Dokument hat ausgefertigt werden sollen, hat Wilhelm vor den Augendes Königs ein Gläschen mit rother Tinte in sein Taschentuch gegossen, ist unter denWorten: „Verzeihen, Majestät!" aufgestanden, hinausgegangen, darauf nach seinen: inder Gemarkung Zitzschewig gelegenen Weinberge gefahren und nicht eher w:eder nachder Residenz zurückgekehrt, als bis Napoleon Dresden wieder verlassen gehabt hat. —Diese für Wilhelm durchaus einheitliche Gesinnung, seine Pietät für seinen König unddie Überzeugung von Preußens deutschem Berufe spricht sich deutlich aus in der Ein-gabe an den König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und in seinen: Briefe anseinen Sohn Gustav v. 6. Juni 1809.
Mehrere Monate vor Beginn der Vorlesungen an der Universität Leipzig hatteder damalige Oberstlient. v. E. zu Tilsit seinen Sohn Wilhelm von Hause abreisenlassen, damit dieser in seinen: Auftrage vorher noch verschiedene Familienangelegenheitenzu Groß-Leinungen in der Grafschaft Mansfeld reguliren konnte. Auch in:folgenden Jahre mußte Wilhelm zu diesen: Zwecke sich in Leinungen längere Zeitaufhalten. Unterm 11. Juni 1773 schrieb ihm sein Vater:
„Sch habe Dir aufgegeben, ein genaues Inventarium von Allem, was im Schieß undHof ist, es habe Namen, wie es wolle, mit dem Herrn ZIartiui anzufertigen. Lasse dieses DeineHauptbeschäftigung sein, wie auch ein Verzeichnis aller Schriften und Papiere, undschicke mir selbiges unter Deiner und Hrn. Zlnrtiiü Unterschrift. Auch muß ein Exemplardortcn bleiben."
Nr. 548. aller sich vorgefundenen Iamilien-I)nen»»k»tii, Di ivnt-Xetm,
und 8ei iptni en, angefertigt von IVillieli» tj. v. II., chrosi-Leinungen 4u»<> 1773.
Ine. 4. Original-Dokumente.
1. dopia, eines Lehnbricfs von Kilian v. Eberstein auf Ginolfs in Franken an Klaus Müllerüber einen halben Hof daselbst v. 1565.