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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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Deren Kinder: 1. Wilhelm, s. unten.

2. Wilhelm Fr. Karl, geb. im März 1754 zu Tilsit, f 13. Sept. 1754.

3. Charlotte Sophie Christine, geb. 2. Juli, gct. 5. Juli 1757 zu Tilsit, ging1762 über Harzgerode nach Herzbcrg zu ihrem Vater, welcher sie darauf in Pensionnach Berlin brachte, woselbst sie bis 1768 verblieb. Von 1795 an lebte sie inKönigsberg in Pr., wo sie im Januar 1826 f?) starb.

4. Karl Friedrich August Frhr. v. E/h geb. 2. Okt. 1763 zu Tilsit, f 29. Mai1812 zu Groß-Leinungen, k. pr. Kriegs-, Forst- und Domainen-Rath, verm.14. Sept. 1800 mit Friederike Julie, des kursächs. Obersten v. Lteindel Tochter.

In dem Schreiben des Obersten v. Eberstein v. 7. Dez. 1777 an seinen SohnWilhelm heißt es:

mit Carl ist es so, daß eine Ivunde noch wie ein kleiner Stecknadelknopf offen ist rc. Zuder Gelehrsamkeit hat er wenig Lust und Trieb rc., Soldat ist seine Sache und hierzu ister wegen seines Fußes incapable. Gott weiß also, was aus ihm werden wird.

Und König Friedrich II. schreibt 17. llsimsv 1784 ü In Vsuvs <1u Colonelcl'Illbarstsiu n Mimt:

„Besonders liebe. Die in Eurem Schreiben vom tv. von Eurem Sohn angezeigten Ilm-stände, daß er auf einem Fuß hinket, machen ihn zum Soldaten-Stand unbrauchbar. Es bleibtalso nichts anders übrig, als ihn bey einem Eollegio unterzubringen und ihm eine Stelle anzu-weisen, wozu er sich am besten schicket. Ihr iniißt Euch demnach darum mit ihm gebörigcn VrtsSelbst melden; weil seine Talente und Fähigkeiten nicht kennt Euer gnädiger König Frih."

Nr. 527. Kotenschein.

In dem Mittlern Rothaschen Kirchenbuchc heißt es im Register der Verstorbenen,Seit 242 Nr. 22, Jahrgang 1778 wörtlich:

„Den 27. (Vctober ist der hochwohlgebome Herr Herr JohnMl CarlFriedrich Freiherr von Oberste»»», Sr. Königlichen Nlajestät in Preußenhochbestallt gewesener Gbrister der Tnvallerie und Tommandeuv des IDohllöblichenAppcnburgschen Regiments Dragoner, Erb-, Lehn- und Gerichtsherr zu Leinungen,Dlohrungen, Rötha und Horla, wie auch auf GeHofen, zu politisch Neukirch nachvorhergegangener Krankheit sel. verstorben, weßhalben ein vierzehntägiges Trauer-läuten, oonagsmouk mvemuüi Eoumstwrii allhier mit angeordnet worden."

Vorstehender Auszug aus dem hiesigen mittlem Kircheitbuche ist wortgetreu ge-macht und ganz genau mit der Originalschrift übereinstimmend, was mit bcigedrucktemKirchensiegel und Namensunterschrift ordnungsmäßig attestirt wird, mit dem Bemerken,daß vor amtlichem Gebrauche dieses Attestes der gesetzliche Stempel zu demselben gefügtwerden müßte.

Rötha, den 7. December 1864. Dnelme, Pfarrer.

(I-. 8.) Siegel der Kirche zu Rötha und Horla.

H Von einer Polin aus Petrikau hinterließ der Kriegsrath v. E. einen Sohn, den er legi-timircn lassen wollte, aber der damals in Groß-Leinungen Gültigkeit habenden wcstphäl. Gesetze wegenerst nach erreichtem 56. Lebensjahre ihn adoptircn lassen konnte. Vier Monate vorher trat aber seinTod ein; der damals in Prima auf dem Gymnasium in Eislebcn befindliche talentvolle und fleißigeSohn Karl aber wurde von dem General-Bevollmächtigten der in den Besitz des Schlosses Leinungcnsuccedirendcn, in Kriegsdiensten abwesenden Neffen des Kriegsraths ohne Weiteres und ohne Auftragvon der Schule weggeholt und zu dem berühmten Oberförster Hcnnicke in Brauuschwendc auf dem Harzein die Lehre gebracht. Von da kam der junge Karl nach Potsdam zu den Garde-Jägern, und da erhier durch seine hervorragenden Kenntnisse die Aufmerksamkeit des Potsdamer Magistrats auf sich ge-zogen hatte, so wurde er »ach Beendigung der Dienstzeit durch letzteren bestimmt, in die städtische Ver-waltung einzutreten, in welcher er bis zu seinem Mitte der Mer Jahre erfolgten Tode geachtet und geehrtthätig blnb. Er hat von 2 Frauen 4 Söhne und l Tochter hinterlassen, die den Namen Ebersteinführen.