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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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mit vielen Jmplorationen behelliget, hingegen dadurch alles das Mcinige völlig con-sumiret, wie auch, da durch mein Abwesen bei dem Stift Merseburg äußerstzurückkommen, ja dermalen (wann anders Jhro K. M. nicht das gerechteste Einsehenineinen vorlängstigen dehmüthigsten Bitten gemäß haben und durch Dero allerhöchsteprotection nnd Vorschrift mich conserviren) im hazard und äußerster Befahrniß bin,mein Capitulshans und praesrn; daselbst zu verlieren, anstatt der gehoffteilRecommendation zu weiteren allerhöchsten Gnaden der Zulage und remuneration michgänzlich außer Stand ferners fortzukommen finden sollte, dann Jhro K. M. großesund aller mildestes Gemüth allzu bekannt, auch Eur Excellenz allzu hocherleuchtet undgenerös sind, daß Sie solches nicht von selbst ermäßigen und mir zu Gnaden rechnensollten. Getröste mich vielmehr gewiß, daß Eur Excellenz Gnade und Protection vormich nicht geringer, als gegen alle, so Deroselben sich gleich mir herzlich und vollendevouiret, sondern so groß sein werde, daß Sie vor mein solides Unterkommen undbeständiges Stücklein Brod einige gnädige Sorgfalt nehmen und bei K. M. mir einfermes Etablissement zu erwirken geruhen werden. Welches bis an meinen Todin unverletzlichem Attachement, Treue und Respect erkennen werde Eur Hochgräfl.Excellenz ganz gehorsamst ergebenster zc. G. A von GderBtM.

Mainz 21. Aug. 1716.

DeS k. poln. u. kurs. Lcgationsraths und Ministers am kurmainz. Hofe Ernst Fricdr. von EbersteinKorrespondenz mit dem General-Feldmarschall Grafen von Flcmming im k. Hanptstaatsarchive zuDresden, Jahrg. 17lg, S. 62. Nr. 2g.

Nr. 251. Schreiben Krnst Ariedrich's v. K. an K. Waj. in Idolen ä. <1. Wam-berg 3. Sept. 171K, die Witte um Krtljeitung einer Worschrift an das Dom-Kapitel zu Merseburg enthaltend.

Ewr. K. M. mich nochmaln in meinen wenigen privatis zc. zu Fuße zu werfen,finde mich wider Willen genöthiget, um Dieselben zc. zu bitten, Sich zc. zurück-zuerinnern zu geruhen, was Deroselben schon sieder 1714 wegen meiner Curla ZUMerseburg und dasigen Drucken;-Einbiinften zc. vorgestellet. Nun hätte ichzwar billig hoffen sollen, es würde dasiges Dom-Capitul in reife Erwägung nehmen,daß ja Gmr. K. M. zc. Sefehl und Geschäfte, nicht aber meine Privat-Angelegen-heiten mich hemmten, die in denen Statuten vorgeschriebene Restdeu;;eit daselbstgegenwärtig sein zu können. Deine ohn ermessen aber will solches in keine Weiseverfangen, fondern ich bin im Hazard, nächst bevorstehendes General-Capitul drum zukommen solche zu verlieren, ob ich schon bei bemeltem Dom-Capitul verschiedentlich undumständlich repraesentiret, daß ja unmöglich dadurch solcher mich verlustig machenkönnen, daß ich prapter al»8eutiam keipublivae e-uisst meine Residenz bis anheronicht jährlichen zu bewerkstelligen vermocht. Ich ließe zwar dahin gestellt sein, daßman vermeinet, die Statuta hielten nur ullelu die »exotm IZvvIesiuv vor suMeieiit,Jemanden von der Mstdeu; zu eximiren; jedoch müsse man specialiter wohl bedenken,daß nach allen geist- und weltl. Rechten, auch der bei allen andern Erz- und Stifternnoch grünender Observanz iiexotin keipubljene auch iie^otin Leelesiae seind, unddie Verschickung in Landes - Geschäften um dessentwillen sowohl, als in Kirchen-Geschäften andcrwärtig die Residenz hinlänglich execusiret, iveiln «illus IZeelesin,«st «illute keipublieile llepeiulinet, auch überdcm bei dem Hochstift Merseburg diesessonderlich zu respectiren und zu statten kommen muß, daß die mir allergnädigst an-vertraute Geschäfte von dem Stiftsschutzherrn und Ellsl äs knmillö, nämlich Ewr.K. M., herkommen und wahrhaftig dem armen Stift übel geflücht sein würde, wennsolches nicht von der Wohlfahrt des Hohen Churhauses und des Christenthums parti-cipiren und mit selbigen gleichen Schutz, Schirm und Nutzens Rechtens fruiren sollte.Gelanget demnach an E. K. M. mein zc. Bitten, Dieselbe wollen zc. geruhen, durchDero allerhöchste Autoritact nur dießfnlls zu statten zu kommen und an Ein Dom-Capitul des Stifts Merseburg rescribiren zu lassen, daß man nur darum, weil bisdaher» meine ordentliche Residenz-Wochen zu Merseburg nicht halten können, meiner

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