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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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sten dieser Züge können uns zwar nicht sympathischberühren; es sind jener rechthaberische Sinn, der sich inihren unzähligen Prozessen dokumentiert und enge damit ver-wachsen ein herrischer Trotz, der sich oft zur Brutalität steigertund in den Tyrannenlaunen Joachims seinen Höhepunkt erreicht.

Rudolf der Aeltere und Joachim können als die Haupt-repräsentanten des Mötteli'schen Familiencharakters gelten,der sich beim ersteren mehr nach der besseren Seite, beijenem nach seinen äussersten Konsequenzen äussert.

Es war das Verhängnis der Familie, dass sie ihre eigent-liche Berufssphäre verkennen musste; die meisten ihrer Gliederwaren von dem Holze, aus dem grosse Männer wachsen undder Name Mötteli würde wohl neben den Finanzgrössen desfünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts genannt werden,hätten sie dem Zuge der Zeit widerstehen können, der diereichgewordenen Bürger als wünschenwertestes Ziel den Adelerstreben liess. Während aber z. B. die Fugger noch alsReichsgrafen Handelschaft trieben, Hessen die vom Rappen-stein che Quelle ihres Reichtums versiegen, um der Vorurteilewillen, die der alte Adel gegen die „Krämer" hegte.

Es ist schwer begreiflich, was dem blühenden Bürgerstandden Adel so verlockend machte, da jener immer mehr herunter-kam und verarmte. Die Erträge auch der grössten Herrschaftreichten eben nicht aus, um nach damaligen Begriffen standes-gemäss zu leben. So verschwanden denn auch die Schätzeder vom Rappenstein schon in der zweiten Generation undbald konnte man sagen: „Es hat alles ein Ende, selbstMöttelis Gut."

Die Mötteli sind populär geblieben wie kaum eine andereFamilie von so sekundärer Bedeutung; das Sprichwort, dasschon den Zeitgenossen bekannt war, hat ihr Andenken er-halten. Noch heute findet man in jedem Bauerndorfe desThürgau und St. Gallerlandes Gelegenheit „desMöttelis Gut"erwähnen zu hören.

Bei den einstigen Unterthanen der Mötteli sind noch heuteeine Reihe von Sagen über sie im Umlauf, deren Sammlung