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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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IV.

Die Kinder Rudolf Möttelis des Aeltern. — Ursula Mötteli, die Gattin Al-brechts von Hohensax. — Die Hohensax'sehen Familienverhältnisse. — Ver-pfändung der Herrschaften Forsteck und Frischemberg an Lütfried Mötteli. —Lütfrieds Prozesse mit den Appenzellem 1470—1479. — Liitfrieds Tod 1481.

D ie Gemahlin Rudolf Möttelis, Walpurg Muntprat, entstammteeiner alten Konstanzer Patrizierfamilie. Sie hatte ihremGatten vier Kinder geschenkt: Jakob, den wir bereits als Ver-treter seines Vaters im Regensberger Handel kennen lernten,Margaretha und Emilia oder Amalia, die beide den klösterlichenStand erwählten, J ) und Ursula, die dem Freiherrn Albrecht vonHohensax zu Bürglen die Hancl reichte. 2 ) Schon die Zeitge-nossen waren überzeugt, dass weniger der Liebreiz Ursulas,als die gespickten Geldsäcke ihres Vaters den verschuldetenFreiherrn zu dieser Missheirath bewogen; 8 ) es war dies jalängst keine ungewohnte Erscheinung mehr. „Sit das der adelist verdorben, hont sie nach burgers töchtern geworben." 4 )Albrecht war eine hochstrebende Persönlichkeit, den aberbei allen seinen Unternehmungen das Glück im Stiche liess.Seit dem Tode seines altern Bruders Diebold war er Land-richter im Thurgau; da auch seine andern Brüder, Hans Roll,Ulrich und Wilhelm frühe starben, so vereinigte er zwar fast

1 ) Margaretha trat erst ins Kloster zu Valduna und wurde von da imJahre 1480 mit sieben andern Conventfrauen nach Villingen gesandt, umdas dortige Bickenkloster zu reformieren. Amalia treffen wir ebenfalls indem letztern Clarissenkloster am 18. Juli 1491, als ihre Schwester, wie esscheint, bereits gestorben war. Chronik des Bickenklosters zu Villingen,herausgeg. von Dr. K. Jordan, Glatz, in der Bibliothek des litter. Vereinsin Stuttgart, XXXV, S. 24, 29, 84.

2 ) Angeblich ca. 1457, da die Geburt Ulrichs von Hohensax, ich weissnicht mit was für Gründen, ins Jahr 1458 verlegt wird.

3 ) „als zu unsern tagen hat der wälsch scharb Fucker von Augspurg,so ein wäber gesin, den alten edlen grafen von Helfensfein item den turenriter von Bübenhofen durch siner döchtern verhurung müssen erhalten.Dessglich in unsern landen getan hat der rieh koufman Metteli den altenedlen friherren von Mossax (sie!) und von BostettenJ Valerius AnshelmsBernerchronik. Herausgeg. vom hist. Verein des Kts. Bern I, S. 3ü.

4 ) Thomas Murner.