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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Vlll.

Die Roggwiler Linie der Familie vom Rappenstein. — Georg f ca. 1483. —Hans f ca. 1604. — Rudolf f 1508. — Friedrich f vor 1546. —FriedrichMoriz. — Georg. — Erlöschen der Linie.

Wir haben die drei Söhne Hans Möltelis, des Vogts vonArbon zu der Zeit verlassen, als dieselben den neuenBeinamen vom Rappenstein zu führen begannen.

Während der Landesabwesenheit seiner Brüder hatte Georgder Erstgeborne die Erbgüter verwaltet 1 ) und 1460 mit demBischof von Konstanz einen Streit auszufechten gehabt. 2 )

Nach der Rückkehr der Brüder scheint eine teilweise Aus-scheidung des Grundbesitzes stattgefunden zu haben, Georgwurde 1464 am 20. Dezember mit seinen st. gallischen Lehenund mit dem Hof Helmiswil, den er von seinem Bruder Ru-dolf erkauft hatte, belehnt. 3 )

Er zog damals in die Stadt St. Gallen, von wo seine GattinBarbara Wirth gebürtig war, die ihm das Haus zum Papageihinter der Brotlaube zugebracht hatte. 4 )

0 1455 zahlten „junker Jßry Möttily vnd sin geswüstrigy" 10$;'Steuerzu St. Gallen als Ausburger, wie vorher ihr Vater. Steuerbuch 1455,Stdt.-A. St. Gallen. Freitag vor Simon und Judas (25. Okt.) 1459 quittierter namens der Familie den Rat von St. Gallen um 25 Gld. Stdt.-A. St.Gallen, Tr. 25, No. 50.

2 ) 1460, Donnerstag nach Agatha (6. Febr.) Markwart von Ems zuHohenems, Ritter und Burkard Schenk von Kastel zu Hagenwil, versprechenin Streitsachen zwischen Jörg Mötteli und Bischof Heinrich IV von Konstanzwegen der Mühle zu Steinach und anderen Liegenschaften sich dem Spruchedes Rates von Konstanz zu unterwerfen. Stdt.-A. Konstanz, Näf V, S. 274.

3 ) Donnerstag nach Lucientag. Lehen-Protokoll VI, L. A. 79, Seite 29b.Stifts-A. St. Gallen. Ausser dem Hofe Helmiswil werden folgende Gütergenannt: ein Weingarten am Buchberg, ein Weingarten zu Marpach undeine Wiese zu Langquartten. 1471, an des hl. Kreuz Abend verkaufteJöri diesen Hof Helmiswil wiederum an seinen Bruder Rudolf. 1. c. S. 74 b.

4 ) Stifts-A. St. Gallen, Bd. 109. Häuserverzeichnis von St. Gallen,von ca. 1470 hgg. v. Gonzenbach St. Galler Mitt. Neue Folge 1, S. 184 ff.Vgl. dazu Näf, V, S. 403. Als Ausbürger versteuerte er seit 1457 5 ff.seit dem Jahre 1460, in das vielleicht seine Uebersiedlung in die Stadtfällt, 6 Gulden; in den Jahren 1469 bis 1482 erscheinen abwechselnd inden Steuerbüchern Junkher Jory Motteli (1472, 1475. 1476— 1482) oderseine Frau (1469, 1470, 1471, 1473) mit 7 oder 8 Gulden Steuer. Steuer-bücher Stdt.-A. St. Gallen. Barbara Wirth, Jöri Möttelis Gemahlin, machte1463 den Klosterfrauen zu St. Katharinen in St. Gallen eine Vergabungvon 1 ff Denar jährlichen Zinses ab einem Haus an der Webergasse.Stdt.-A. St. Gallen, Näf 11, 264.