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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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und Sichtung ich leider einem andern überlassen muss. ] ) InPfyn schildert man — in augenscheinlicher Erinnerung anJoachim — „den Mötteli" als einen zweiten Blaubart, der imKeller seine Frauen ermordet und nach dem Beispiele sagen-hafter Raubritter seinem Rosse die Hufeisen verkehrt auf-schlagen lässt, um die Verfolger zu täuschen.

Ein besseres Andenken haben die Rappenstein in Sulz-berg hinterlassen, wo sie als gütige milde Herren fortleben.Man weiss zu berichten, wie der Schlossturm einst mit eitlemGold angefüllt war, das von oben mit einem Eimer wie auseinem Sodbrunnen geschöpft zu werden pflegte.

Heute glaubt das Volk die Schätze der einstigen Besitzer,die auf nur zu natürliche Weise verschwunden sind, in clieunterirdischen Kellergewölbe entrückt. Zwei holde -Jungfrauenin weissem Gewände und roten Schuhen, mit schweren Kettenbelastet und von greulichen Ungetümen bewacht, harren desRetters. Aber noch hat sich der kühne Jüngling nicht ge-funden, der durch seinen Kuss die Töchter erlöst und dieschweren Geldtruhen der Mötteli gehoben hat. 2 )

*) Ich verdanke deren Kenntnis der brieflichen Mitteilung eines Un-bekannten an Hrn. Näf; sie befindet sich in dem V. Bd. bei Pfyn eingelegt.

2 ) Vgl. das reizende „Traktätlein" E. Götzingers „von dem uraltenMöttelischloss ob Rorschach." St. Gallen, Zollikofer 1S70.