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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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1483 machte Rudolf mit seinem Bruder die erwähnteStiftung im St. Galler Münster. Drei Jahre später, nach demTode seiner Gemahlin, verkaufte er namens seiner KinderHans, Veit, Susanna und Emerita den Frauenhof zu Altstettenum 300 Gulden ans Kloster. 1 ) Dagegen erwarb er den 21. Dez.1490 die andere Hälfte seines Sitzes Sulzberg um 850 Guldenvon Hans Gnäpser dem jiingern, genannt Jani, der zum zweitenMale Mitbesitzer des Schlosses geworden war, indem er denSchiibschen Anteil von Ursula Schiib, der Gattin Junker WernherGiels von Glattburg erkauft hatte. 2 )

Im Kriegsjahre 1499 trat Rudolf Mötteli in den Vorder-grund der Tagesereignisse. Als im Spätsommer Graf Itel Fritzvon Zollern und Dietrich von Blumenegg zu Stad am Boden-see eine glückliche Landung bewerkstelligten und die vonRheinegg herbeigeeilten Eidgenossen mit einem Verlust von70 Mann zurückschlugen, geriet er in Gefangenschaft. 3 ) Erwurde zwar später gegen den in Vaduz gefangenen Ludwigvon Brandis ausgewechselt, sollte aber 400 Gulden Atzungs-geld bezahlen, worüber er sich bei der Tagsatzung be-klagte. Diese schrieb an den Grafen von Zollern und er-teilte am 6. Dez. 1499 den Bernern die Weisung, den von

*) 31. März 1486. Stifts-A. St. Gallen, Ruhr. XIII, III. 6, 9, a undMscpt. A 109, S. 156. Nach VadianTI S. 380 brachte das Gotteshaus auchden Zehnden zu Altstetten an sich um ca. 500 Gl. „ist aber bessers wert."

2 ) Kaufbrief um den Halbteil des Schlosses Sulzberg, „mit sampt demhalben thurn vnd gantzem Burggesäß darzü gehörende ouch den gantzenhofe zu Sultzberg gelegen." Darauf steht 400 Gld. Hauptgut den Giel zuverzinsen, die vom Kaufpreis abgehen. Für den Verkäufer, der kein eigenesSiegel hat, siegelt Hans Her, genannt Kämerly, d. Z. Vogt zu Rorschach.Datum: am St. Thomastag 1490. Stclt.-A. St. Gallen, Tr. M. 77, No. 10.

Wernher Giel v. Glattburg und Ursula Schub von Sulzberg seineGemahlin, hatten am Donnerstag nach hl. Kreuztag im Herbst (17. Sept.)1478 an Hans Gnäpser gen. Jani, der Schübin Vetter, verkauft: ihren An-teil, nämlich das halbe Schloss Sulzberg „das ober tail mit der hoffstatt,vswysung der marcken, züsampt dem halben turn vnd der hoffstatt, itemmer die burghalden vnder dem hus vnd turn gelegen, item den nüwenbomgarten, item mer die hofraiti vnd prugg von dem Melbirbom bis indie höwwalmen hinder dem stedili" etc. etc. alles um 560 Rh. Gld. Siegler:Wernher Giel und Rud. v. Stainach, Hofmeister des Gotteshauses St. Gallen.Stdh-A- St. Gallen, Tr. M. 77, No. 7.

3 ) Tschudi Chron.; Glutz- Blotzheim, S. 138, Note 337. Ildefons v.Arie, Gesch. des Kts. St. Gallen, II, 445.