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Kunigunde, der letzten der Meyer von Altstetten, in den Standgesetzt ward, von seinem Bruder Jörg dessen Anteil am SchlosseSulzberg zu erwerben, worauf er daselbst seinen Wohnsitznahm. *)
Ueber das Erbe der Schwieger geriet er mit seinem Gegen-schwager dem Ritter Siegmund von Freiberg zum Ysenbergin Konflikt, da er wie jener auf 1300 Gulden, als Mitgiftseiner Gemahlin Anspruch zu haben glaubte; Ritter Ludwigvon Helmsdorf zu Eppishusen und Jakob von Ems von derHohenems wurden als Vermittler erkoren. 2 )
Zwei Jahre hernach starb der einzige minderjährige Bruderseiner Frau, Jakob Thumb von Neuburg und das ganze Erbeder Meyer von Altstetten fiel nun an Rudolf vom Rappensteinund Sigmund von Freiberg.
Abt Ulrich von St. Gallen ergriff den Anlass, um dasMeyeramt zu Altstetten an sein Gotteshaus zurückzubringen,er sprach alle Mannlehen als heimgefallen an, wollte zugleichetliche Pfandschaften, samt einem Zehnden an sich lösen.Die Schirmorte Zürich, Luzern, Schwyz und Glarus unter-stützten die Forderungen des Abtes, s ) allein es ergaben sichZweifel, welches Mannlehen, welches Kunkellehen seien. Schliess-lich einigte man sich auf ein Schiedsgericht, bestehend ausRitter Ludwig von Helmsdorf, Vogt zu Bischofzell, JakobPaygrer zu Hagenwil und Felix Keller, Burger und Ratsherrzu Zürich. Diese drei sprachen am 19. Juni 1479 dem Kloster
sowie Jos Geser, die Helfer und Aufenthalter des Hans Pfister gen. Hotterer.Rudolf Giel von Glauburg und Rudolf vom Rappenstain genannt Mötilyzu Roggwil siegeln den Brief. Stdt.-A. St. Gallen, Tr. 27, No. 74.
1 ) 10. Febr. 1477. (vgl. S. 174 Anm. 2.) Kunigunde, die Witwe HansThumbs des Jüngern war zu Ende des Jahres 1476 oder Anfang 1477 ge-storben; am 14. März 1477 erscheint Ritter Markwart (IV) von Hohenems,ihr Stiefbruder als Vormund des jungen Sohnes Jakob Thumb. Vgl. Joller,Programm des k. k. Gymnasiums in Feldkirch 1860, S. 173, ff.
2 ) Anlassbrief vom Montag vor St. Margaretha (14. Juli) 1477. Gleichz.Kopie Stifts-A. St. Gallen, Bd. A III, S. 126 b—129 a.
3 ) Die zu Zürich vom 3. bis 8. Mai 1479 versammelte Tagsatzungordnete Boten der vier Orte auf den 12. Mai nach Wyl, um von da mitdem Abt nach Altstetten zu reiten und ihm im Rechten gegen Freibergund Mötteli behilflich zu sein etc. Amtl. Samml. III, 1, S. 33.
Die Familie vom Rappenstein.
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