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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Am 27. Januar 1474 erwarb, er von den Brüdern HansGnäpser dem altern und Hans Gnäpser dem jungern, genanntJani, die H.älfte des Schlosses Sulzberg ob Goldach am Ror-schacherberg; 1 ) er teilte seinen Besitz mit dem grössten Feindeseines Vaters, Hans Schiib von Arbon dem Jungen.

Aber bereits nach drei Jahren zog er wieder nach St. Gallenzurück, indem er seinen Anteil an Sulzberg seinem BruderRudolf abtrat. 2 ) Georg verleugnete dabei sein kaufmännischesBlut nicht, er erzielte einen Reinprofit von ca. 662 Gulden,während sein Ankaufspreis nur ca. 508 Gulden betragen hatte.1482 erscheint Georg noch im St. Galler Steuerbuch; vor 1484ist er tot. 3 ) Er hinterliess keine Kinder, seine Frau vermähltesich in zweiter Ehe mit dem bischöflich konstanzischen Rateund Obervogt zu Arbon, Markwart Schenk von Kastel. 4 )

Hans vom Rappenstein, genannt Mötteli, der zweite Bruder,hatte nach seiner Gefangennahme im Treffen bei Seckenheimdem Kriegsdienste entsagt und amtete in den Jahren 1466 und1467 als Statthalter und Vogt der thurgauischen Herrschaft

') Urk. v. Donnerstag vor unser 1. Frauen Tag der Lichtmeß l-i'74-.Als Verkaufsobjekt wird bezeichnet: „das schlofß Sulczberg mit dem turnmit tach mit gemach mit gezimber mit gemdr fryhaiten vnd gewonhaiteninnerthalb vnd vsserthalb, mit brustwerinen mit greben mit Bund vndmit aller zügehörde, jtem den vorhoff halben vnd die hoffraite vsserthalbder brugg mit städel mit stallen vnd mit sustigen", ferner eine ganze Mengenamentlich angeführter Güter, Aecker und Baumgärten. Der Preis beträgt1016 ff 13 fi 4 d. Siegler: Hans Gnäpser der ältere und Hans Strayssd. Stadtammann zu St. Gallen. Orig. Perg. Stdt.-A. St. Gallen , Tr. M.77, No. 4. Abt Ulrich von St. Gallen befreite am 29. Juni (Samstag vorUlrich) 1476 die sulzbergisclien Güter, die Jöri Mötteli von den Gnäpserenerkauft halte, vom Gerichtszwange zu Goldach, der sich bis an den Burg-graben erstreckte. Stdt-A. St. Gallen, Tr. M. 77, No. 5 a.

2 ) „vff den nächsten Mentag vor sant Valentins des hayligen martrerstag" (10. Febr.) 1477. Der Verkäufer giebt alles vor seinem gnädigen Herrnvon Konstanz und der Stift daselbst, dannen sie Lehen sind, auf. Preis :1220 Rhein. Gulden. Orig. Perg. Stdt.-A. St. Gallen, Tr. M. 77, No. 6.

3 ) Seine Witwe erscheint im Steuerbuch von 1484 nicht mehr unterden „genampten stüren", d. h. unter jenen Edlen, die eine bestimmte, durchden Burgrechtsbrief geregelte Summe steuern, sondern in dem Quartier woihr Haus stand. „Hinder der Brottlauben jtem Jörg Mött.elis frow vij lb.j ß iiij d."

4 ) Näf V, 402. 1504 empfängt Burkard Schenk von Kastel sein Haushinter der Brotlaube als Lehen von Abt Franz von St. Gallen. Stifts-A.St. Gallen; Näf. 1. c.