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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Nutzens seiner Mündel willen das Schloss Sulzberg mit allerZugehörde an den Hauptmann Josua Studer von Winkelbach,einen in den Hugenottenkriegen berühmten Kriegsmann. v )Anna von Rappenstein vermählte sich später mit KasparTschudi von Glarus; 2 ) von den Töchtern zweiter Ehe, die anSulzberg längst keinen Anteil mehr hatten, ward Justina diedritte Gemahlin des Luzerner Patriziers Erasmus von Herten-stein und starb als Witwe 1594 s ), Dorothea starb unvermählt1601 4 ) und Ursula, die ins Kloster Katharinenthal eingetreten,war 1622 noch am Leben. 5 )

') Stdt.-A. St. Gallen, Tr. M. 77. Näf schliesst aus einem mit derJahrzahl 1583 bezeichneten Studer-Wappen zu Sulzberg an einer Thüreim ersten Stock neben dem Turm, dass der Verkauf schon früher geschehen,aber erst 1584 gefertigt sein müsse. Im Juni 1584 wird den Töchtern BeatRud. von den Eidgenossen gestattet, mit Sulzberg auch die Reben imRheinthal verkaufen zu dürfen. Amtl. Samml. IV, 2, S. 1058. 1584, Samst.nach Barthol. (28. August) stellt Hauptmann Josua Studer von und zuWinkelbach den Lehenrevers aus. Stft.-A. St. Gallen. F 5, Gl. 5. Gist. 9.Später kam Sulzberg an Jakob Hädener von Untereggen, der es an JunkerRudolf von Salis verkaufte, in dessen Familie es mehr als 100 Jahre blieb.Erst 1748, 17. Juli ward die Oberlehensherrlichkeit über Sulzberg vomBistum Konstanz an die Abtei St. Gallen abgetreten. Stifts-A. St. Gallen.„Adel. Const. Lehen." L. A. 8, S. 340.

2 ) Näf 1. c. II 268. Auch Bucelin ohne Namensangabe der Frau.Vgl. unten Anrn. 5.

3 ) Geschfd. XXXIII, S. 229 und XXVIII, S. 44. Sie gab ihrem Gat-ten, der schon 1587 starb, drei Kinder.

4 ) „Anno dorn. 1601 obiit nobilis rnatrona Dorothea de Rappenstein"Anniv. Luc. Imhof. Näf II 268.

5 ) Nachdem in der Kirche Pfyn, wie es scheint gegen den Willen der

Gemeinde, eine Tafel samt Gitterwerk um. den Altar errichtet worden,

verantwortete sich der katholische Pfarrer Meier 1575 dahin, dass das

Gitterwerk auf Verlangen und Kosten der Frau Priorin und einer Schwe-ster zu Diessenhofen „des Möttelis seligen tochteren" , erstellt worden sei.

Die anderen Schwestern, Schwäger und Verwandten in Luzern aber hättendie Tafel malen lassen, alles zum Andenken an die in Pfyn begrabenenMitglieder der Familie Mötteli. 1622 hatten die Mötteii'schen Erben anZürich auf der Herrschaft Pfyn noch zu fordern ca. 990 Gld., die also

verteilt wurden: Ludigar Pfyffer und Jak. von Hertenstein zu Luzern 266

Gl. Witwe von Seckelmeister zur Gilgen 37 Gl. 7'b Btz. Peter SchiltersFrau zu Schwyz 87 Gl. 5 l /2 Btz. Hauptmann Küchli zu Glarus 122 Gl.

12 Btz. Jak. Tschudi's sei. Erben zu Glarus 36 Gl. S'/a Btz. Kloster zuVillingen 150 Gl. Frau Ursula (sie!) von Rappenstein zu Diessenhofen40 Gl. Frau Amalia Tschudi zu Diessenhofen 15 Gl. Kloster Diessenhofen50 Gl. Hektor von Ramschwag und Ulrich von Ramschwag 185 Gl.NäfV.