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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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einer alten Kaufmannsfamilie entstammte, l ) kam er in Besitzder Burg Aebtisberg im Geiserwald, des Hofes Leen und einesAnteils am Hofe Meldegg, mit den drei gleichnamigen Burg-ställen. 1533 liess er sich, namens seiner Gattin, von AbtDiethelm damit belehnen 2 ), aber noch im gleichen Jahre ver-kaufte er Aebtisberg einem Bauern, 3 ) und etwa fünf Jahrespäter, beim kinderlosen Tode Regina Schittlis fielen die HöfeLeen und Meldegg an deren Verwandte zurück. 4 )

Beat Rudolf lebte meist zurückgezogen auf Sulzberg, auchnachdem er Martha von Schönau, die Tochter eines ZürcherPatriziers, als zweite Gattin heimgeführt 0 ) und nach deren

') Die Schittli standen besonders zu Augsburg in engen Handelsbe-ziehungen. Reginas Eltern waren Niklaus Schittli und Regina Lang vonAugsburg. Sie hatte einen Bruder, Hans, verehelicht 1492 mit RosinaZyli, Notvesteiner 1494. Ratsherr 1504 und 1510, und eine SchwesterDorothea. Gattin des Leonhard Häusler von Lindau, fürstl. st. gall. Hof-kanzler. Näf II S. 10.

2 ) Lehenprotokoll, Stifts-A. St. Gallen.

3 ) Schon im vorhergehenden Jahre 1532 Dienstag nach Gregor (13.März) hatte Egli Allher zu Gaiserwald zu gunsten Beat Rudolfs von Rap-penstein genannt Mötteli einen jährlichen Zins von 16 Gulden und 17„Beheimbschen" aus den Höfen Leen und Etschisberg (Aebtisberg, Eptis-berg) verschrieben, bis zur Tilgung der Kaufsumme von 337 Gulden.Stfts.-A. St. Gallen. Alther verkaufte darauf Aebtisberg an Konrad Bich-wiler, der den Obergaden des Turmes abbrach. „Preeedenti anno (1535)Bichwiller deposuit ligneum domum ab Ettlisperg" Rüttiner Comment. I 167.Stdt.-Bibl. St. Gallen. Vgl. auch Näf II, S. 10.

4 ) Ihr Neffe und Erbe Lienhard Beck von Beckenstein zu Augsburg

verkaufte die Güter, darunter schöne Waldungen, teils an die Stadt St.Gallen, die selbige noch besitzt, teils an Bauern, welche die drei Burg-ställe Alt-, Vorder- und Neumeldegg gänzlich abtrugen. Näf II.

6 ) In der historischen Sammlung in St. Gallen findet sich eine schöneAlliancescheibe mit der Legende: „Bath Rudolf vom Rabenstain genantMottelin 1543 Martha vom Rabenstain geborne von Schönnow." Eine Damein zeitgenössischer Tracht hält die beiden Wappen. Der Schild Beat Ru-dolfs zeigt den schwarzen Raben im gelben Felde und auf gelbem (sie)Dreiberg, während der Dreiberg der Helmzier weiss ist. Das Wappen derGemahlin zeigt einen weissen Schild mit linker roter Ecke; Zimier: weiss-rot-weiss, hochgeteilte Lilie, mit schwarzem Büschel besteckt und auf roterUnterlage (Kissen?) ruhend. Das Pendant ist eine Scheibe Joachims vomgleichen Jahre mit Jagdscenen in der Umrahmung. Das Wappen zeigtden Raben im gelben Felde auf rotem Dreiberg. Beide Scheiben stammenaus dem Gasthaus zur Krone in Hundwil und wurden 1854 vom Verwal-tungsrat in St. Gallen angekauft. Näf II 396. Näf giebt als Martha's ElternViktor von Schönau und Dorothea Hemmerlin an. Meiss' Lexikon geogra-phico-herald.-stemmat. urbis et agri Tigurini (Stclt.-Bibl. Zürich, Mscrpt.E 56, III. Bd.) S. 481 nennt sie Martha von Schönauw zu Schwandeggund versetzt ihre Vermählung mit Beat Rudolf viel zu früh ins Jahr 1526.