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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Er stellte den Winterthurern in währenden Kriegsnötenseine Geschütze zur Verfügung'); seine grossen Getreidevor-räte hatte er von Pfyn nach Wyl geflüchtet, und dabei denRäten des befreundeten Städtchens die Erlaubnis gegeben,dieselben im Notfalle anzugreifen. 2 )

Nach dem Basler Frieden und nachdem seine Streitig-keiten mit der Gemeinde Pfyn am 12. November 1499 durchden Landvogt im Thurgau, Melchior Andacher von Un-terwaiden als verwillkiirten Richter beigelegt worden 3 ),

1 ) Am 7. Februar (Dunstag näst (sie) nach sant Agten tag) 1499 bittetKühr,ad Mötteli, Vogt zu Bürglen, Bürgermeister und Bat zu Zürich umGeschütz für das Scliloss Bürglen „damit ob wir dz schloß vf vwer ent-schüttung erwarten vnd behallten vnd ob ier sollich geschütz nit ver-mechten ald hatten jetzmäll, daß ier dann mit Jacobin Mottely verschafennsin geschütz daß er vormallnn hie geheppt mir (zu) schicken . . . ." Am 10.Februar darauf (Montag vor derMannvasnacht) meldet Jak. v. Rappensteinan Zürich : „Vwer schriben mir getan miner büchsen halb die gen Bürg-len ze lihen, hab ich vernomen vnd in warheit vornäher kain ander büch-sen ab Bürglen hingefurt dann die so min eigen aber als ich. solch

büchsen mit anderm minern gute gan Winterthur gefurt vnd Schultheis vndrate daselbs das gesähen haben, so haben sie mich ernstlich vmb vwervnd ir statt noturft angefochten die by inen ze warten lässen vnd vsserder statt nit rner ze endern." St.-A. Zürich, Akten Schwabenkrieg. —Unter den in der Karwoche (25.—30. März) 1499 zum Zürcher Stadtpanneraufgebotenen „edling" wird „Jacob Möteli" mitNamen aufgeführt. I.e.Vgl.dazu oben S. 120 Anm. 4.

2 ) „1499 liess der rieh Mottiii genant Jacob Muttili von Pfyn haruffda er dann sin wonung hat ain merklich zal korn kernen vesen haber,och win in die statt Wyl füren vnd legen mit erpietung gegen Schultheißvnd raten vnd gemainer statt, wenn sie wölten oder daß es inen so nottat daz sy das wol mochten angriffen vnd damit handien als ob es iraigen war vnd vmb ain ziembliches geld wie sy gut düchte, doch daß syim demnach billiche Versicherung darum tätind. Er zog sich mit simhus-gesind die zit gen Winterthur in die statt." Stifts-A. St. Galten, Msc. A 114S. 131 ff. sog. Copiabuch d. Statthalter Brunmann zu Wyl. Ueber diese wich-tige noch unedierte Quelle zur Gesch. des Schwabenkriegs vgl. J. v. Arx,Gesch. II S. 436. 1495 war Wyl Schiedsrichter gewesen zwischen Jakobund dem Müller zu Bürglen Hans Schärer. Schreiben Abt Gotthards vonSt. Gallen vom 20. Mai 1496. St.-A. Zürich, Akten Abtei St. Gallen 1.

3 ) „vff Zinstag nach sant Martistag" 1499. Der Streit betraf „an-vorderung bruchs vnd raißcostens, so die gmaind zü^Plin an ine vomRappenstain ettlicher siner innhabenden vnd erkoufften guter halb zü Pfingehept etc." Rappenstein wird als „damals zu Winterthur" wohnhaft be-zeichnet. St.-.A Zürich, „Landtger.-Prozeß" B VIII 316. S. 42 b. Die Voll-macht der Gmde. Pfyn für diesen Prozess liegt im Gemeindearchiv Pfynnach Näf 1. c. V.