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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Absicht insofern, als nun der Kaiser notgedrungen sich aufVerhandlungen einliess. Vorderhand freilich wurde über dieLandfriedensbrecher und die Unterwaldner, die vermutlich beidiesem Abenteuer die Hand im Spiele hatten, die Reichsachtausgesprochen. Aber schon am 24. August, auf dem Tagezu Zürich, dessen Verlegung nach Konstanz Herzog Sigmundzu spät nachgesucht hatte, x ) erschienen Abt Ulrich von St.Gallen und der Konstanzer Dompropst Thomann von Zili alsAbgesandte des Kaisers. Ihre, bereits am 15. August aus-gestellten Instruktionen lauteten dahin, die Eidgenossen zurHilfe gegen den Ungarnkönig, die Türken und andere Anstösserder kaiserlichen Erblande aufzufordern, welche lange unbilligemutwillige Kriege gegen ihre Majestät geführt und sie sogargezwungen, ihre Lande zu verlassen und sich hinauf ins heiligeReich zu ihren Freunden, Grafen, Herren, Städten und anderenUnterthanen zu verfügen. Wenn gemeine Eidgenossen sichdazu erbötig zeigen, aber ihrerseits ihre Forderungen darlegenund darin den Handel des Mötteli berühren, so solle der Dom-propst ihnen den Handel darlegen und begehren, sich desselbennicht weiter anzunehmen, sondern den Kaiser darin handelnzu lassen und die Pflichten, so sie dem Kaiser als ihrem rechtenHerrn schulden, ihren Verbindlichkeiten gegen Mötteli und seineHelfer nicht nachzusetzen. Sie seien es seiner Majestät, demheiligen römischen Reiche und der deutschen Nation schuldig,

aus Mitteilungen des erst 1538 verstorbenen Ulrich von Hohensax geschöpfthaben kann, erzählt: „Hievor hat siclis begeben, dass der keiser von Gost.enzin die Richenow mit kleinem volk spaziert zum imiss; vndernam sich dervon Sax den keiser am widerker ze vahen. Als er aber nach wenig uber-sehnem anschlag sine büt, der uf 200 was, von sich hat gelassen, und hieltnoch mit wenig knechten uf den nachtross, hat sich des keisers Schatz-meister in einer capel verhindret, den vieng er vnd fürt in gen Clingen."Anshelms Chronik, Ausgabe d. bern.bist. Vereins I. 260. Nach Anshelms Vor-gange bezeichnen sämtliche neuere Erzähler dieses Vorfalls den Gefangenenals Schatzmeister des Kaisers, die Quellen geben ihm niemals diesen Titel;der Name Jörg Moisse klingt zwar sehr jüdisch.

') Am „Eritag nach vnnser lieben frawen tag Assumptionis" schriebSigmund an Zürich und bat dafür zu wirken, dass der Tag nach Konstanzverlegt werde, da die Malstatt den Lindauern zu entlegen sei. St.-A. Zürich,Akt. Bez. z. Ausland; Oesterreich I. Orig.-Pap. mit eigenhändiger Unter-schrift des Herzogs und Spuren des roten Siegels.