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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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gelangen zu lassen. l ) Zürich hatte den Tag nicht beschickenkönnen und schon im Juli an Luzern geschrieben, es sehe dieNotwendigkeit nicht ein, jetzt eine Gesandtschaft zum Erzherzogabzufertigen. ä ) In der Folge schrieb der Rat von Zürich am9. August an die Lindauer und bat dringend, den Mötteli ausdem Turm zu lassen, den Bestand zu halten und damit fernemAufruhr und. Widerwärtigkeiten zu vermeiden. 3 )

Die eidgenössische Gesandtschaft war inzwischen, trotz desEinspruches der Zürcher, nach Innsbruck verritten, und diedort gepflogenen Verhandlungen führten dazu, dass ein neuer,gütlicher Tag zwischen den Parteien zu Zürich verabredet ward,den auch der Erzherzog mit seinen Räten beschicken wollte. 4 )

Der Kaiser hatte schon längst wieder Innsbruck verlassenund kam die schwäbischen Lande herauf. Am 15. Juli weilteer zu Kempten, am 27. Juli zu Ulm, 5 ) am 2. August zu Bibrach. 0 )Von hier ritt er nach Lindau, trotzdem die Reichsacht nochimmer auf der Stadt ruhte.

l ) Absch. Luzern, Dienstag nacli Jacobi. „als diser tag angesetzt ge-wesen ist von der von Lindow vnd des Motteiis, desglich von der rouberyewegen jm Hege vnd anderßwa vnd ouch der von Clingenberg vnd andrerhalb so den vsgangnen vrteilen, noch der ewigen bericht nit gehorsam sinwollend, wie dz der abscheit zu Schaffhusen vsgangen anzoigt, jst beslossen,vorab dz man dem fürsten trefflich schriben vnd melden sol die rouberievnd ander vnfür (sie) so wider die ewige richtung jn Hegou vff Twiel, vffKreigen durch die von Clingenberg, Fridingen, Hansen Mathisen von Höu-dorff vnd ander beschicht vnd dz sin f. g(naden) der dingen halb ir treff-lich volmechtig rate vff den obg. tag gan Baden (den 14. Sept.) schick vnddenen gewalt gebe solich Sachen helfen ze erlegen. Vncl denn von Möttelisvnd der von Lindow wegen sol der hott von Vnderwalden heimbringen,ob der Mötteli den costen haben wil, wolle man von gemeinen orten oderetlichen ein bot.schaft zum keyser oder zum fürsten tun zu siner entlidigung

vnd sunderlich die antwurt ze erfulgen so des fürsten botschaft bey demkeyser worden ist. An Hansen von Landenberg vnd ander des Möttelisfruntschaft dz sy still standent gegen den von Lindow die dan die saltz-ledinen vnd anders gan Stein gan Diessenhofen vnd gan Schaffhusen fiirend

vnd dieselben knecht nit niderwerffent noch gemeinen eitgnossen iren kouffabslagind. Luzerner Abschiede B. S. 259 b.

') St.-A. Zürich , Ratsmanual 1485 Bapt. S. 16. „vff Dornnstag vigiliaMarie Magdalene."

S J St.-A. Zürich, Ratsmanual 1485 Bapt. S. 34. „vff Zinstag vigiliaLauren®)':" — Unter gl. Datum: „an die von Vnderwalden was man hinusgeschriben hab."

*1 Schreiben des Erzherzogs vom 16. August 1485. Vgl. unten.

5 ) Chmel, Regesta Frid. IV. imp. 2. S. 719.

°) Oben S. 93 Anm. 3.

Die Familie vom Rappenstein.

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