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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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vorerst den andern Orten ein Tag gesetzt werden, damit manRates pflege und gemeinsam handle.*)

Der drohende Feldzug mochte die Lindauer schrecken undsie den Vorschlägen der schweizerischen Botschaft geneigtermachen als zuvor; vielleicht erinnerte man sich noch derschweren Brandschatzung, die den Konstanzern im Plappart-kriege auferlegt worden.

Zur Aufhebung des prozessualischen Verfahrens oder zurAuslieferung der Mötteli an die Eidgenossen war die Inselstadtfreilich nicht zu bewegen, weniger aus Gehorsam gegen dasschwache Reichsoberhaupt — hatte sie doch demselben dieAushingabe der Gefangenen trotzig verweigert, als der Land-vogt sie mit „sweren vnd hohen gebotten" verlangt hatte —sondern wohl aus dem einfachen Grunde, weil sie die reichenGoldvögel selber rupfen wollte. Die ganze zweideutige Haltungvon Lindau, verbunden mit der Thatsache, dass ihm wirklichschliesslich die pekuniären Früchte des Handels in den Schossfielen, erlauben uns, derartige Motive, die man sonst nur beiden damaligen Schweizern zu vermuten pflegt, auch bei derschwäbischen Reichsstadt zu suchen. Sicher ist, dass Verein-barungen zwischen den Mötteli und der Stadt getroffen wurden;die Intervention Herzog Sigmunds, des Schirmherrn von Lin-dau, beim Kaiser sollte nachgesucht werden 2 ) und die Mötteliwurden gegen das eidliche Versprechen, nicht von der Stadt zuweichen, noch ihr Gut zu verwenden, auf freien Fuss gesetzt. 3 )

') Abschied Luzern „Mentag vor Pfingsten." „Heimbringend als dereidgenossen botten gan Linddw sint in der sach von Möttelis wegen, jn dieSachen zu reden vnd dz best ze tünd damit die sach gütlich abweg zetond,als man jn hoffnung ist beschechen spl, vnd ob dhein ortt denen so hinvsszogen sint, ob die sach nit gericht wurd, nachhin ziechen weite, es sol nitbeschechen vnd also dz die den andren eidgenossen ein tag verkünden aldasol man dan ze rätt werden wie die suchen mit ratt gehandlett werdenvnd wir die sachen einhelliklich fürnemen damit vnser aller nutz, trüw vndere gefürdrett werd." St.-A. Luzern, Luzerner Absch. Samml. B 192; auchhier ist die amtl. Samml. (III, 1, S. 120) nicht genau.

'') Absch. vom 22. Juli. Vgl. unten.

3 ) Bald darnach sehen wir Jakob Mötteli in Lindau wieder seinenPrivatgeschäften nachgehen. Die anonyme Lindauer Chronik stellt die Sacheganz anders dar, nämlich so, als ob gleich zu Anfang des Handels auf