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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Burgrecht oder Landrecht der fremden Bürger und herge-kommenen Leute mit ihrem Wegzug aus der Eidgenossenschafterlöschen und man sich fürder ihrer nicht mehr annehmensolle.') Es scheint jedoch, dass der Entwurf nie in Kraft trat.Als einige Jahre später neue Vertragsprojekte auftauchten,scheiterten sie vorzüglich am Widerstreben Zürichs; 2 ) zürche-rische Staatsmänner finden wir denn auch im Möttelihandelan der Seite der Unterwaldner, nur hielten sie sich im Hinter-grund und schoben die Unterwaldner vor, da diese nur demUnternehmen einen rechtlichen Untergrund geben konnten.

Als sich die Kunde von dem erfolglosen Ausgang derschweizerischen Gesandtschaft verbreitete, da rotteten sich an400 Gesellen, vorwiegend aus Unterwaiden und Zürich zu-sammen, zum Zuge nach Lindau und zur gewaltsamen Befreiungder Mötteli. 3 ) Die Obrigkeit Unterwaldens hatte wohl heimlichdie Hand im Spiele. Die Freischaren konnten auf dem Wegenoch heimgemahnt werden und eidgenössische Boten ritten zumzweiten Mal gen Lindau. 4 ) Die inzwischen am 20. Mai zuLuzern versammelte Tagsatzung, die bemerkenswerter Weisegerade von Unterwaiden und Zürich nicht besucht ward, fandfür notwendig, zu beschliessen: wenn auch der Versuch ihrernach Lindau verreisten Gesandten, den Zwist gütlich beizulegen,wider Erwarten misslingen sollte, so solle dennoch kein Ortdenen „so hinvss zogen" sind, nachziehen, sondern es müsse

') Im Januar 1468. Tschudi Chronik II, 679; Aintl. Samml. cl. eidg.Absch. II, S. 372 No. 595 a. ,

2 ) Vgl. die Abschiede vom 27. März, 14. Nov., 11./12. Dez. 1482. Amtl.Samml. III, S. 117, 134. 137, 139 etc.

3 ) Schodolers Chronik, Mscpt. Bibl. Zurlauben 18. KantonsbibliothekAargau. „Das etwas knechten von Zürich vnd Vnderwalden gan Lindowzugen . . . Diß beschach jm Meyen deß obestimpten (sie) jares." — AusSchodeler ging die ganze Stelle auch in die Chronik des WettingerabtesSilberysen über. II. Bd, S. 1 b. Kts.-Bibl. Aargau Mscpt. 16. — Sonst er-wähnt kein älterer Chronist dieses Freischarenzuges.

4 ) „vff Samstag nach dem Plingsttag (1. Juni) .... Item ingenan xschilt von Ludwig Seiller so im min lierr seckelmeister geben halt vff denritt gan Lindow als die von Vnderwalden vsgezogen waren, da aber Mottelyjm den costen geben vnd bezalt hatt." St.-A. Luzern. Umgeldbuch 1482„post nativitatis Cristy." — Sabatto post. corppry (sie) Kriste (8. Juni) Itemxiij guld. Ludwig Seiler vff den ritt gen Lindörv. 1. c.