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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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käme, so möchte „sich wol dauon ettwas begeben haben dasbesser versechen vnd verkomen were" und sandten wiederumihre Ratsbotschaft nach Stein mit dem Auftrag, Räte, Bürgerund Gemeinde daselbst an die Freundschaft und Gutthaten, dieZürich ihnen erwiesen, zu erinnern und sie ernstlich zu bitten,die ganze Angelegenheit ihrer Vermittlung anzuvertrauen. Diesgeschah und am 26. März 1477 entschied der Rat von Zürich:falls die bewussten sechs Bürger noch etwas von Möttelis Pön-geld innehätten, sollten sie dasselbe sofort der Stadt über-antworten, die ergangenen Strafen und anderes, was sich indiesen Sachen begeben, sollten ihnen weder gegenwärtig nochzukünftig etwelchen Schaden bringen; wenn aber die von Steindas nächste Mal ihre Aemter besetzen, Bürgermeister, Räteund den grossen Rat wählen, so sollen jene sechs Bürger:Kunrad Velsen, Steffan Ouwer, Hans und Kunrad Mörikofer,Jos Meyer und Adam Ibach „als from biderb lüt die ere vndgut wissheit vnd vernunfft hettent" unverzüglich in den Ratgewählt und gesetzt werden. 1 )

Diese innern Unruhen in Stein am Rhein, die meinesWissens bisher unbeachtet geblieben sind, verdienen gewiss dieBeachtung des Steiner Lokalhistorikers. Ist es nicht möglich,dass in diesen Ereignissen der historische Kern der sagenhaftenMordnacht zu suchen ist, die von den Chronisten gerade indiese Zeit, ins Jahr 1478, verlegt wird? Es ist dabei zu beachten,dass der eine dieser angeklagten Männer, Konrad Mörikofer,später (1482) Bürgermeister geworden ist. 2 )

Rudolf Mötteli hatte bereits vor Abschluss dieser Zwistig-keiten dem Städtchen Stein den Rücken gewandt und warhinübergezogen über den Bodensee, von wo er 17 Jahre frühergekommen.

r ) Konzept der Urkunde vom „Mitwuchen vor dem heiligen Palmtag."1477. St.-A. Zürich.' Akten Stein a/Rli. 2.

2 ) Vergl. über die Steiner Mordnacht F. Vetter in den Schriften desVereins für Geschichte des Bodensees XIII, S. 18 und besonders S. 44 Anm. 71.—• Die von Vetter angezogene Untersuchung gegen Altbürgermeister HansMarti kann mit diesen Ereignissen vermengt worden sein.