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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Die kostspielige Unterhaltung der Veste hatte dagegen fürZürich kein grosses Interesse und so wurde denn die alte Regens-berg dem Zerfalle überlassen. x )

Rudolf Mötteli hatte zuerst bei seiner Tochter auf demthurgauischen Schlosse Rürglen Aufnahme gefunden; schonvor dem Juli 1470 wählte er aber das Städtchen Stein amRhein zu seinem Wohnsitz. 2 )

In seinem Verhältnis zu Luzern muss bald darauf einege wisse Spannung eingetreten sein. Der Grund davon ist wohlin den für ihn meist ungünstigen Entscheiden des LuzernerRates zu suchen. Vom 8. Januar 1471 ist sein letztes bekanntes,sehr freundliches Schreiben an Schultheiss und Rat, seine liebenHerren zu Luzern datiert. Er pflegte sonst alljährlich den Rats-gliedern, die er das Jahr über in seinen Geschäften „manigfalttiggeupmüsset vnd gebracht," etwas Safran zu einem guten Jahrzu senden; nun vernahm er, class ihm das von einigen nicht zumBesten ausgelegt worden sei und überschickt nun heuer demgesamten Rate 10 Gulden „vmb gut fisch by anandren vonminen waegen ze aessend. 3 ) Nicht lange darnach hat er seinluzernisches Bürgerrecht aufgegeben, denn in den folgendenHändeln wird dessen nie mehr gedacht.

Ob er sich nun in Stein eingebürgert hat, ist mir nichtbekannt, wohl aber, dass er schon gegen Ende des Jahres 1471kaum ein Jahr nach seiner Uebersiedlung in das Rheinstädtchen,mit den dortigen Bürgern in so heftigem Streite liegt, dass die

') 1497, 14. Juni, wird die Burghalde etc. zu Alt-Regensberg als Burglehen verliehen und dabei Steg und Weg vorbehalten, falls die Stadt vonund ab dem Turm daselbst gehauene Steine zu ihren Bauten fortführenwollte. St.-A. Zürich, Kopierbuch. Kornamt I. 489. — Im 18. Jahrhundertist wirklich die Benutzung der Ruine als Steinbruch nachzuweisen. 1704werden davon Steine zum Kirchenbau in Regenstorf. 1775 zum Bau derAdlicker Brücke verwilligt. Erst seit 1833 sucht die Regierung des KantonsZürich die Ueberreste der Burg vor den Eingriffen benachbarter Bauernzu schützen. (Archiv-Bericht über die Ruine Alt-Regensberg an die Direk-tion der öffentlichen Arbeiten von Stadtarchivar Dr. Paul Schweizer vom17. Sept. 1887. St.-A. Zürich.) Der Hochbau der Burg ist heutfe fast ganzverschwunden, nur zwei Mauerzacken des Turmes ragen noch in die Höhe.

2 ) Ueber den Aufenthalt in Biirglen siehe das folgende Kapitel; in derUrkunde vom 12. Juli 1470 erscheint er zum ersten Mal als sesshaft in Stein.

3 ) Orig. Pap. St.-A. Luzern, Datum „Zinstag nach dem xij tag."

Die Familie vom Rappenstein. 4