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Am Montag nach unser Frauentag im Herbst 1464 ent-lehnt Abt Ulrich Rösch 2400 Rheinische Gulden von ihm, gegeneinen Jahreszins von 120 Rhein. Gulden, haftend auf den Korn-und Weinzehnden zu Wasserburg „enent dem Bodensee." ')Ein Jahr später, als der Abt das Toggenburg kaufen wollte,brach er wieder 1000 Gulden bei Rudolf Mötteli auf. 2 ) 1470ist er Gläubiger des Kunrat Gurras, Burger zu Wyl, um eineSumme von 1000 Gulden 3 ), und 1471 auf St. Agnesentag machter dem Grafen Wilhelm von Montfort zu Heiligenberg ein fünf-prozentiges Anleihen von 2000 Rhein. Gulden; der Zins istfällig ab der Herrschaft Ehrenberg zu Sevelen und dreizehnhochadlige Herren werden des Grafen Mitgülten. 4 ) Zwei Jahrespäter lieh er dem Kloster Petershausen zum gleichen Zinsfuss1600 Gulden. 5 )
Mit seinen neuen Herren und Obern von Zürich lebteRudolf anfangs im besten Einvernehmen und vertraute ihremSpruche seine oft recht schwierigen Rechtshändel an, 6 ) aber
') Stiftsarchiv St. Gallen. Mskpt. A 93. S. lvij b — lx b ; Mskpt. A 95S. 32 b , 33. Mitgülten des Abtes waren: Herr Heinrich Schwend, Ritter,Bürgermeister zu Zürich, Hans von Ainwil, Vogt zu Arbon und Bischofzell,Diethelm Blarer, der Alte, von Wartensee, Hans Muntprat von Lommis,Mathias Schneeberg, alt Bürgermeister zu Lindau, -und Hans Lanz vonKonstanz. — Quittung Rudolf Möttelis um den empfangenen Zins vom Frei-tag nach St. Michaelstag 1465. Mskpt. A 95 S. 76. Die Schuld wurdenoch zu Abt Ulrichs Zeiten zurückbezahlt. Mskpt. A 109. Jlegesta seil Actamiscell. oder sog. Copierbuch B. S. 189. Doch war noch nach 1482 demJakob Mötteli, Rudolfs Sohn, Haft und Pfand die Herrschaft Schwarzenbachum 2400 Gulden. Ist das dieselbe Summe, die auf Wasserburg haftete?(Mskpt. A 110 sog. Cop.-Buch H Seite 114 b .)
2 ) „Item vffgenomen jguldin von Rudolffen Möttilin koment an denkouff gen Togkenburg." Stiftsarchiv St. Gallen, Mskpt. A 109 S. 23.
3 ) Stiftsarch. St. Gallen. Mskpt. A 93 S. GX ( 110) a) und b). — AbtUlrich, Dekan und Konvent von St. Gallen versprechen dem Gurras undKonrad Brendler, Burger zu St. Gallen 1000 Gulden, die teilweise von Frei-herr Petermann von Raron herrühren, zu verzinsen und „nach den fünftjaren sy gegen dem fürsichtigen wysen Rüdolffen Mottilin vnd sinen erbenvmb sölich tusent guldin entrichten vnd entledigen" etc.
4 ) Schlechte Copie der Schuldurk. (16. Jahrh.) im f. Fürsten!). ArchivDonaueschingen, ebenda Schadlosbrief Graf Wilhelms für den Grafen Egovon Fürstenberg, den einen der Mitgülten vom gleichen Datum. Fürstenb.U.-B. III No. 580, S. 410. (Vgl. daselbst über das Datum.)
5 ) Näf 1. c. S. 261.
°) So vermitteln sie z. B. ain 11. Juli 1458 eine Schuldforderungzwischen R. Mötteli und Hans Schuch, alt Bürgermeister zu Buchhorn.