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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Mauern sich eingenistet. : ) Ildefons von Arx ist der erste, dersie Rappenstein nennt und zu berichten weiss, class 1440Friedrich III. dem Rudolf' Mötteli die Erlaubnis erteilt habe,von ihr seinen Beinamen zu schöpfen. 2 )

Etwas wahrscheinlicher als die ganz unmögliche Nachrichtdes St. Galler Geschichtsschreibers klingt die Angabe in einemgenealogischen Kollektaneenliand vom Jahre 1821 im StadtarchivSt. Gallen, wonach dieses Privileg im gleichen Jahre an Heinrichund Hans Mötteli von St. Gallen erteilt worden. Ein HeinrichMötteli ist für diese Zeit und Gegend aber auch unmöglich undHans Mötteli, der Pfandherr von Arbon, der einzig in Betrachtkommen könnte, bedient sich niemals dieses neuen Namens.Uebrigens lag die Burg wohl schon seit dem Appenzeller Kriegin Trümmern. 3 ) Die Ueberlieferung von einer kaiserlichen Ver-leihung im Jahre 1440 ist darum durchaus unglaubwürdig.

Jedenfalls steht der Zuname im engsten Zusammenhangmit dem angestammten, bereits von Rudolf dem Alten ge-führten Familienwappen der Mötteli, dem schwarzen Rabenauf rotem Dreiberg in weissem oder gelbem Schild. 4 )

Es ist sehr wahrscheinlich, class nach diesem Wappen einHaus in Ravensburg, Buchhorn oder anderswo „der Rappen-stein" genannt und der Ausgangspunkt des spätem Beinamensseiner Besitzer wurde. Es verdient auch Beachtung, dass diebis weit ins 16. Jahrhundert ausschliesslich gebrauchte Form„vom Rappenstein" niemals „von Rappenstein" lautet.

Als Mitglieder der Herrenstube zu Ravensburg gehörtendie Mötteli zwar schon frühe zum reichsstädtischen Patriziat,

r ) So heisst auch die Ruine Balmegg im Kt. Solothurn im Volksmunddas „Rappenstübli". (Jalm, Der Kanton Bern deutschen Teils, S. 347.)

a ) J. v. Arx, Gesch. d. Kts. St. Gallen. I, 505.

3 ) In Urkunden wird sie meines Wissens nie mehr erwähnt.*) Vgl. die Siegeltafel. — Interessant ist das frühe Aufkommen derHelmkrone in den Siegeln der Mötteli. Schon Rudolf der Aeltere führt1465 einen gekrönten Helm, ebenso fast gleichzeitig seine Neffen, währendsonst die Helmkronen im XV. Jahrhundert bei uns nur beim hohen Adelgebräuchlich sind; erst im Hackenberg'schen Wappenbuche tritt sie häufigerauf. Von bürgerlichen Wappen mit gekrönten Helmen sind diese Mötteli-siegel die einzigen mir bekannten Beispiele vor dem Jahre 1500.

Die Familie vom Rappenstein. 3