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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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diese bestätigten am 14. März 1471 das Urteil des Rates vonSt. Gallen in seinem vollen Umfange.*)

Am 22. April 1469 hatte Rudolf der Aeltere an den Ratvon St. Gallen geschrieben: nur die Rücksicht auf den Namen„Mötteli" halte ihn von gewissen Enthüllungen gegenüber seinenNeffen ab; dem Namen „Mötteli" zu lieb habe er bisher etwasvermieden. 2 ) Die Pietät dieser Neffen für ihren angestammtenNamen war dagegen nicht so gross wie die ihres Oheims; siefanden ihn wohl zu bürgerlich und begannen darum seit ca..1468 sich „vom Rappenstain, genannt Mötteli" zu schreiben,was freilich viel ritterlicher klingt. a ) Schon etwas früher fingensie an, sich konsequent den Junkertitel beizulegen, den ihrVater nur vereinzelt angewandt hatte. 4 )

Der Ursprung dieses Reinamens bleibt ein Rätsel. Sovielist aber sicher, dass die Mauertrümmer im Martinstobel beiSt. Gallen, die heute ganz allgemein Rappenstein heissen, andem Zunamen der Mötteli unschuldig sind. Diese einsameBurg, einst der Wohnsitz des Abtes Wilhelm von Montfort,wird immer Martinstobel genannt; noch Vadian kennt sie unterkeinem andern Namen. 5 ) Ihr heutiger Name Rappenstein ist,als Analogie zur benachbarten Veste Falkenstein, wohl erstdamals entstanden, als Raben und Dohlen in den verlassenen

9 St.-A. Luzern. Ratsprotokoll V b, S. 233 a ff. Urteil vom Donners-tag vor Mittfasten 1471.

2 ) Stdt.-A. St. Gallen. Tr. T No. IIa, „va es den namen Mottely nitmeldotte oder hery-rtte, ich wersaech mich bisher ander denn ich getaunhab geschriben, aber dem namen hab ich bishar zu bei) ätwas vermitten."

3 ) Das erste mir bekannt gewordene Beispiel bietet das oben S. 107Anm. 3 citierte Schreiben Luzerns vom 16. März 1468 an die „fromen vndvesten Hans vnd Rüdolffen vom Rappenstain die man nempt Möttely ge-bruder zu Rogwil."

4 ) So nennen einmal, am 13. August 1426, die Arboner ihren Pfand-herren „unser junker Hans." In den St. Galler Steuerbüchern lieisst. HansMötteli der Aeltere immer nur „Hans Möttili" oder einfach „Möttili" (Steuer-bücher 1420 u. ff.), sein Sohn Georg dagegen schon 1455, bald nach desVaters Tode: „junker Jöry Mottelly."

5 ) Vadians deutsche Schriften, herausgeg. v. Ernst Götzinger I, 362,10und II, 173, 28. — Vgl. über diese Burg auch Meyer von Knonau : „DieBurgen Rappenstein und Falkenstein bei St. Gallen. Anz. f. Schweiz. Alter-tumskunde IV, 237/238 und besonders Näf II. S. 254, woselbst eine präch-tige malerische Ansicht und ein Situationsplänchen.