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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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am 6. Januar 1447 sitzt er in Buchhorn, wo sich auch seinBruder Hans nach der Aufgabe Arbons niedergelassen hatte. r )

Im folgenden Jahre 1448 ist er, unter Bürgschaft derjüngern Jos und Ital Humpiss, wieder auf fünf Jahre Bürgerzu Ravensburg geworden. 2 )

Während dieser ganzen Zeit blieb er auch bei derHumpiss-.gesellschaft stark interessiert; zwischen 1435 bis 1444 betrugsein Anteil am Geschäftsvermögen 16000 bis 18000Rh. Gulden;auch sein Bruder Liitfried hatte etwas Geld auf Gewinn undVerlust eingelegt. 3 )

Die Gesellschaft hatte damals ihren Höhepunkt erreicht.Wie uns eine zwar spätere, aber wohlunterrichtete Quellemeldet, soll sich bei einer der regelmässig alle drei Jahre statt-iindenden Abrechnungen ums Jahr 1450 ein Gesamtkapital von300000 fl. und ein Gewinn von 100000 fl. ergeben haben. 4 )Trotz dieser Rentabilität oder vielleicht wegen derselben schie-de)! aber beide Brüder um ebendiese Zeit aus dem Verbändeaus und begannen auf eigenes Risiko einen Handel nach Spanienzu führen. Die Gründung dieses Konkurrenzgeschäftes mussins Jahr 1453 oder 1454 fallen.

Avignon, Barcelona, Valenzia, Saragossa und selbst dasmaurische Granada werden als Etappen der Handelsreisen desHauses Mötteli genannt, fast alles Orte, wo auch die Humpiss-gesellschaft festen Fuss gefasst hatte.

Zu Barcelona und Saragossa standen ihre eigenen Häuser. 5 )

') lieg, des Stiftes Kreuzlingen S. 33 No. 326. Schiedsspruch zwischendem Abt von Kreuzlingen und Rudolf Mötteli, Bürger zu Buchhorn, wegenzwei Immen im Walde Schwaderloh.

2 ) Hafner, 1. c. S. 316. — 3 ) Anonyme Lindauer Geschlecht sregister.

Artikel Rappenstein, genannt Mötteli.

4 ) 1. c. Artikel Humpiss. — Die Jahrzahl lautet „a° 145 . . .". undnicht 1431, wie Primbs in seinem bereits citierten Aufsatz „Der Mötteli-handel" schreibt, der doch seine Angabe gewiss aus keiner andern Quellegeschöpft hat, aber diese, nach seiner Gewohnheit, zu nennen nicht für nötigfindet. Heyd giebt die Mitteilung von Primbs mit Vorbehalt; ich findekeinen Grund, die Nachricht an sich zu bezweifeln.

5 ) Als ihre Vertreter in Valenzia erscheinen Kunrat Vissach und UlrichLemann. Ferner lernen wir in Spanien als ihre Diener kennen: Hans Manz,Oswald Holzmüller, Heinrich Lemann, Ludwig Hab und einen Hans Mötteliden Aeltern, wahrscheinlich einen illegitimen Sprössling der Familie.