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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Ob die Waren von da über Land nach Saragossa weitergingen oder, was wahrscheinlicher ist, in einem der kleinenHäfen des Löwengolfes nach Barcelona verladen wurden, sagenuns unsere Quellen leider nicht.

In Avignon brachte Rudolf Mötteli einen Teil seiner Lehr-zeit zu und zahlte daselbst in den ersten Jahren, trotz desbilligen Lebens, 30 Gülden Lehrgeld, später, als er „in dergeselschaft hus vnd kvche" kam, noch mehr.*) Auch seinHalbbruder Lütfried, mit dem wir ihn lebenslänglich enge ver-bunden sehen, machte seine zehnjährige Dienstzeit bei derGesellschaft durch. 2 )

Als eine Folge seines langjährigen Aufenthalts in Süd-frankreich hat Rudolf Mötteli, der übrigens klar und gewandtseine Gedanken in der Muttersprache auszudrücken wusste,eine eigentümlich wälsche Orthographie angewandt; er ver-wechselt nicht nur stetsfort _w, v und u miteinander, das In-teressanteste ist, dass der Laut au (av) bei ihm fast immerdie Stelle des o vertritt.

Um die Mitte der dreissiger Jahre erscheint Rudolf Mötteliwieder in deutschen Landen und sucht, entsprechend dem Bei-spiel seines Vaters, einen Teil seines Erbes in Gütern und Grund-zinsen anzulegen. — 1436 erwirbt er um 2000 Gulden von Bennound Albrecht von Rechberg Schloss und Markt Babenhausen. 3 )Am 11. Aug. 1438 kauft er von Ulrich Gremiich um 500 Guldeneinen ablösbaren Zins von 25 Rhein. Gulden. 4 ) In dem Briefnennt er sich Bürger von Ravensburg, drei Jahre später ist erzu Buchhorn Bürger geworden. Als solcher erscheint er zumerstenmal in einem Schuldbriefe vom 21. Marz 1441.") Noch

x ) u. 2 ) Beilage III.

3 ) Regesta Boica XIII, S. 379. Es war vermutlich nur eine Verpfän-dung, denn später erscheinen die Rechberg wiederum als Besitzer Baben-hausens, bis 1539 Gaudenz von Rechberg dasselbe an Anton Fugger ver-kaufte. Babenhausen hegt heute im Bezirksamt Illertissen, Schwaben-Neuburg.Kgr. Bayern. (Vgl. Bavaria II, S. 1071.)

4 ) u. 5 ) Dr. L. Baumann: Ein Humpissisches Copialbuch des XV. Jahr-hunderts. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, XXXII. S. 144

und S. 155,