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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Schloss Roggwil bei Mamertzhofen, das in die Pfarrei Arbonund den Gerichtsbann von Hagenwil gehörte.*) Ihm standenzu Vogtei, Leute, Gut, Gericht, Zwing und Bann, Kirchensatzund ewige Zinsen zu Salmsach. Ueber die Rechtsame in derAa daselbst, die 1436 der obgenannte alte Hans Schub demHeinrich Ehinger von Konstanz vergabt hatte, 2 ) geriet er mitdiesem und dessen Söhnen in langjährigen Zwist.

Heinrich Ehinger konnte sich auf ein Privileg des römi-schen Königs Friedrich III. stützen 3 ), und Mötteli wurde vomRate zu St. Gallen am 20. November 1444 mit seinen An-sprachen abgewiesen. 4 ) Als die Streitfrage neun Jahre späterneuerdings vor das thurgauische Landsgericht kommen sollte,zog sie die Stadt St. Gallen wiederum vor sich. Das Urteil, dasam Montag vor Lichtmess 1453 erging, konnte aber für Mötteli,dessen Anwalt vergeblich die Entscheidung hinauszuschiebensuchte, nicht günstiger lauten. 5 ) Am heiligen Osterabend, am8. April 1447, kaufte Mötteli von Abt Kaspar von St. Gallenum 950 Gulden des Klosters Weingarten zu Romanshorn, mit

1 ) 1410 Zinstag nach vssgender Ostenvuchen hatte Konrad HegerBurger zu St. Gallen und sesshaft in dem Turm zu Roggwil, der StadtSt. Gallen besagten Turm zum Offenhaus verschrieben. (Stdt.-A. St. GallenTr. 8 No. 3.)

2 ) 1430 Montag nach St. Jeorgen Tag übergiebt Hans Schiib der alte„als von solicher trüw wegen so mir der from Heinrich Ehinger bissheroft getuon hat etc." demselben die Aach zu Salmsach, ein Lehen vomBistum Konstanz. Staatsarchiv Zürich. „Gedruckte St. Galler Urkunden."Cod. 109. S. 32.

3 ) Dat. Samstag vor Kath. Tag (24. Nov.) 1442. loc. cit. S. 32b. No. 51.

4 ) „es sye dann das jm (dem Heinrich Ehinger) HansMöttelin denselben

brieff (vgl. Anrn. 2) absetzen möge mit einem rechten als billich sy." loc.cit. S. 32 b No. 52.

6 ) Auf dem erstangesetzten Rechtstag, Dienstag vor Katharina 1452,wo Ulrich Ehinger und Hans Mötteli persönlich erschienen waren, erklärteder erstere, „wa jm der obgenant Hans Möttelin den brief den Hans Schübder alt, Heinrich Ehinger sinem vatter säligen, als von der obgenanlen Ahwegen geben haut, zwüschent dem obgenanten Zinstag vor sant Kathrinen-tag vnd vnser lieben frowen tag ze der Liechtmiss im drü vnd f'ünffzigostenjare absetze .... so welle er vnd der obgenant sin bruoder (Cünrat) vonder obgenanten Ah ston vnd den obgenanten Hansen Möttelin daran vn-gesumpt laussen." Auf dem zweiten Rechtstag suchte Möttelis FürsprechUlrich Senn weitere Frist zu gewinnen, da etliche Briefe um die Stösse,so Mötteli „vor etwe vil zittes mit dem alten Schüben" gehabt, noch hinterdem Bischof von Konstanz, der damals Rechtspreeher gewesen, lägen,