Druckschrift 
Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

21

Torckel, Tagwandiensten und dem Halbteil der Stickel, sodanndie Hofstatt, da das grosse Haus gestanden und das Haus beider Kirche, das einst dem Hans von Romishorn gehörte; ergestattet jedoch dem Kloster den Wiederkauf um den gleichenPreis. *) Die erwähnte Urkunde vom 29. Januar 1453 giebtuns die letzte Kunde von Hans Mötteli, dem einstigen Vogtvon Arbon.

Durch seine erste Gattin, eine Truchsess von Diessenhofen,war er mit einer der ältesten Adelsfamilien des Thurgau ver-schwägert. 2 ) Er hinterliess eine zweite Gemahlin, deren Namenich nicht ausfindig machen konnte, und viele Kinder ersterEhe, von denen bei seinem Tode der älteste Sohn Georg kaumerst mündig geworden war.

Bevor wir jedoch den Lebensschicksalen von Hans MöttelisKindern nachgehen, müssen wir nach den andern Söhnen Rudolfsdes Alten Umschau halten.

und etliche Briefe um einen Streit mit Heinrich Ehinger sei. noch hinterdem Rat von St. Gallen.

Die erstgenannten Briefe beziehen sich vielleicht auf die S. 16 erzählteFehde mit den Schüben; diese Fehde scheint überhaupt mit der Ueber-tragung der Fischenzen und Rechte in der Aa an die Ehinger, sei es alsUrsache, sei es als Wirkung, in Zusammenhang zu stehen. — Das Urteillautete ähnlich, wie das neun Jahre zuvor ergangene: „also wa in der ob-genant Hans Möttelin den obgemelten brief .... vor vnser frowen tag zuoder Liechtmis nechst künfftig nit absetzet, als denn recht ist, daz er dennedie obgenanten Volrichen vnd Gonraten die Ehinger an derselben Ahe vn-gesumpt vnd vngeirrt laussen vnd in iren schaden .... vsrichten vnd ab-legen solle." — 1. c. S. 33 b No. 55.

*) Stiftsarchiv St. Gallen. Kaufbrief und Revers, Auszüge von einerHand des XV. Jahrhunderts. Cod. A 95. „Eingelöste Zins" S. 14 u. S. 50.

2 ) Heinrich Truchsess ist Möttelis Schwager, vgl. oben S. 18. Näf II,S. 248 nennt sie Ursula Truchsess von Diessenhofen, giebt aber nicht an,wo er den Namen gefunden.