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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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drei Tagen mit einer Antwort von Mötteli zum Bischof undwiederum an die Stätte gelangen, da der Widerkauf beschehensolle. — Die Sache verzog sich, Mötteli nahm des Jahres Nutzenund Zinse zu seinen Händen, und als der nächste Sommer insLand kam, sass er noch auf seiner Burg am Bodensee.

Zu Buchhorn, wahrscheinlich auf St. Veitstag 1 ) 1441, warein Anlassbrief auf Jakob Truchsess von Waldburg, den Land-vogt von Schwaben, errichtet worden, doch dieser hatte dieVermittlerrolle abgelehnt. Endlich wurde die Angelegenheitdirekt an den Hof Friedrichs III. gezogen. Am 20. Juli 1441erschienen auf der Burg zu Wien vor den königlichen RichternGraf Gumprecht von Newenar, Erbvogt zu Köln, und zehnUrteilssprechern, Rechtsgelehrten, Rittern und Edeln, mit ge-nügenden Vollmachten versehen, Marquard Brisacher und Fried-rich Haydenhaimer als Vertreter des Bischofs, und der Stadt-schreiber von St. Gallen Hans von Widenbach im Namen HansMöttelis. Das Urteil wies Mötteli an, die Pfandsumme, diedurch anderweitige Verpfändungen von 8000 auf 12000 Rhein.Gulden angewachsen war, unverzüglich in Konstanz, oder, wennihm genehmer, in Lindau zu entheben und dafür dem Bischofdas Schloss Arbon mit allen Zugehörden zu überantworten;dagegen wurden erst vom vergangenen Johannestag 1441 ander Jahresnutzen und die Zinsen dem Bischof zuerkannt. 2 )

Hans Mötteli scheint bald nach dem Verlust Arbons indie Stadt Buchhorn, das heutige Friedrichshafen, gezogen zusein, wo wir ihn im Jahre 1445 antreffen. 3 ) — Er hatte wäh-rend der Zeit des Arboner Pfandbesitzes nicht unterlassen, imThurgau festen Fuss zu fassen und Grundbesitz zu erwerben.Seine letzten Lebensjahre verlebte er wahrscheinlich auf dem

') 15. Juni.

2 ) Urk. König Friedrichs IJI. vom 20. Juli 1441. Chmel. Reg. Fridericiimperatoris I, Anhang No. 7. S. VIII.

3 ) „Hans Mottelin ietz zu Büchhor (sie)". Schreiben desselben an St.(fallen wegen der Aa zu Salmsach „geben zu Buchhorn an sant Maritzinßabent anno dni. mccccxlv." — Stdt.-A. St. Gallen Tr. XXX. No. 29. d. —Noch zwei Jahre später heisst er „Hans Mottelin, sesshaft zu Büchhorn"in der S. 21 Anrn. 1 eitierten Stelle.