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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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Appenzeller Ratsbotschaft, die Stadt St. Gallen und Hans Vögeliund Gunrat Trüb von Arbon, Landleute zu Appenzell, die mit-einander „etwe lang zit in kriegen gewesen," zu versöhnen. l )Fast gleichzeitig hatte Rudolf Mötteli noch eine engereVerbindung seines Hauses mit St. Gallen angebahnt. Der alterndeMann hatte seinen Sohn Hans zum Vogt von Arbon gesetzt,und dieser begehrte das Bürgerrecht und den Schirm der Stadtdes heiligen Gallus. Der Vater Rudolf, von dem dieser Planzweifellos ausgegangen, gab durch ein Schreiben vom 24. Juniseine förmliche Einwilligung und dankte dem Bürgermeisterund Rate „mit ernst vlißig dz ir min sun so früntlich gehandelthand." 2 ) Am Freitag nach St. Ulrichs Tag 1425 ward dasBurgrechtsinstrument ausgefertigt. Hans Mötteli, Vogt zu Ar-bon, begiebt sich auf fünf Jahre und von da bis auf weitereAbsage mit seiner Veste und Stadt Arbon in den Schutzder Stadt St. Gallen und schwört, das Bürgerrecht getreulichzu halten. Das Schloss Arbon, Veste und Stadt, soll der St.Galler offen Flaus sein in allen ihren Nöten, und Mötteli sollmit der Pflege des Schlosses auf seine Kosten und nach seinemVermögen ihnen gewärtig und gehorsam sein. Dagegen sollensie ihm auf seine ^Mahnung in ihren Kosten Hilfe senden. Ohneden Rat seiner Mitbürger darf der Vogt von Arbon keinenKrieg beginnen; er bedingt sich aber aus, in Familienfehdenseines Vaters und seiner Brüder, oder seiner selbst „enlialbdes Bodensews" ihnen und sich aus dem Schlosse Beistandzu thun. In einem Hilfskrieg der St. Galler „enhalb dem sewe"mögen sie sich in eigenen Kosten aus dem Schloss beholfensein, in einem eigenen Kriege derselben sollen sie das Schlossversorgen und Mannschaft hineinlegen; für den vom Feindeangerichteten Schaden sind sie in diesem Falle nicht ersatz-

') Dat.: „an sant Fiden tag der heiligen Jungfrowen," Ainmann undLandleute zu Appenzell und Hermann Keller, genannt Bader, Burger zuSt. Gallen, siegeln die Pergamenturkunde. Stdt.-A. St. Gallen. Tr. XXXNo. 25, 8. Diese ganze Abteilung XXX 25 des St. Galler Stadtarchivs ent-hält ausschliesslich die sehr reichhaltigen Akten des Vögelihandels.

2 ) Dat.: „ipsa die sancti Johannis Baptiste." Stdt. A. St. Gallen. Tr.27, No. 55.