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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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im dortigen Archive nicht eine einzige Originalurkunde auf-finden liess, die den Möttelihandel direkt berührte, so ermög-lichen doch die spätem Stadtchroniken, Ulrich Güllers Annalenvom Jahre 1572 ] ) und besonders die anonyme, oft nach ihrenFortsetzern Ulrich und Alexius Neukomm benannte Chronik ausdem Anfang des 17. Jahrhunderts 2 ) einen genugsam klaren Ein-blick in die damalige Politik der Inselstadt gegenüber Mötteli,dem Kaiser und der Eidgenossenschaft.

Es ist meine Pflicht, dass ich den Vorständen von Archivenund Bibliotheken, die mir bei meinen Forschungen so freund-lich entgegenkamen, Herrn Staatsarchivar Dr. Paul Schweizerin Zürich, Herrn Staatsarchivar Dr. Theodor von Liebenau inLuzern, Herrn Stadtbibliothekar Dr. Johannes Dierauer, HerrnRatsschreiber Schwarzenbach und Herrn Stiftsarchivar Pohlin St. Gallen, Herrn Stadtpfarrer und Bibliothekar Reinwaldin Lindau und Herrn Stadtarchivar Ph. Ruppert in Konstanzmeinen herzlichsten Dank ausspreche.

Zum Schlüsse kann ich nicht umhin, mit warmem Dankenoch eines Toten zu gedenken, des Herrn Präsidenten Näf,dessen auf der Vadiana aufbewahrtes Kollektaneenwerk überdie St. Gallischen Burgen mir eine unerschöpfliche Fundgrubeund vor allem ein sicherer Wegweiser durch die St. GallerArchive war.

*) Güllers Annalen gehen meist unter dem Namen des Jakob Lynnss,der sie abgeschrieben und bis zum Jahre 1614 fortgesetzt hat. Derselbeschreibt aber in seinem auf der Stadibibliothek zu Lindau aufbewahrtenManuskript S. 107 zum Jahre 1572: „Biss hieher hab ich alles auss HerrnVlrici Güllers Annalibus geschriben, welche er allenthalben vnd auss aller-ley schrifften zuesammen gezogen zue der Zeit alls er bey 8 Jahren innhiesiger Statt Lindau Cantzley gedient vnd Substitut gewesen. Ich bin auchberichtet, das solche Chronic von den Krölen (dero Vorelltern vor Jareninn grossem Ansehen alhie vnd höchsten Ampter vnd Burgermeister ge-wesen) von Augspurg alher khommen vnd ettlichen vertrauwten Burgerncommuniciert vnd mittgetheit worden sey. Herr Doctor Daniel Heider hie-siger Statt Lindau Rhats Aduocat mein geehrter lieber Herr Gevatter hattmir solche abtzucopieren geben . . . aber neben dem ich ihme die seinigecopiert, hab ich mir dise daneben auch abgeschriben, gleichwol ihme ohn-wüssent."

2 ) Dieses Manuskript liegt ebenfalls auf der Lindauer Stadtbibliothek.Es reicht bis zum Jahre 1600, von da bis 1621 geht die Fortsetzung UlrichNeukomms, 1621 —1626 jene des Alexius Neukomm. Nach einem früherenBesitzer wird sie auch als die Chronik des Med. Dr. Georg Ulrich Müllerbezeichnet. In der Stadtbibliothek Lindau finden sich auch mehrere neuereAbschriften dieses Werkes.