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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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„Es ist aber dem alten Sprichwort nachgangen, das die alten gesagt,da sie von eim vertonen, unnutzen mentschen und der nichts behelt,melden wellen: ,Und hettest des Metteiis gut, so müßt es doch allesverthon sein.' Dieselbigen Mettelin haben sich von Rappenstain geschri-ben und vor jaren große güter im Turgew und ouch in uusern landenbesessen, das sie nur die reichen Möttelin sein genempt worden und irerüberschwenklichen reichtum halber (für burgersleut) obgehert Sprichwortvon inen entstanden. Aber wie es uf allem ertrich mit dem zeitlichenzugehet, das ist den Möttelin auch begegnet. Es sein ungeradt, unnützeleut under inen gewest, die haben die güter ains nach dem ander ganzliederlich verthon. Zu Ravanspurg haben sie ain aigens thor in der stattgehapt, sein aber schier die nachkomen gar nahe umb alle ire güter undgerechtigkaiten verschalten, doran sie doch selbst die meist schuld tragen."

Zimmerische Chronik, Ausgabe von Barack, 2. Aufl. Freib. u. Tübingen 1881.

III. S. 107/108.

Man kann nicht treffender und kürzer eine Charakteristikder Familie Mötteli entwerfen, als es in den vorgesetzten Wortender Zimmerischen Chronik geschieht.

Als reiche Kaufleute, berufen in der deutschen Handels-geschichte eine hervorragende Stelle einzunehmen, treten sieuns zuerst entgegen. Familienverbindungen mit dem hohenAdel und das Streben, selber für Edelleute zu gelten, lassensie bald die Quelle ihres Reichtums verachten, die angestammteunsinnige Prozesslust verschlingt die ererbten Schätze, und nachkaum hundert Jahren sind die vom Rappenstein, genanntMötteli, zu verschuldeten Landjunkern herabgesunken.

Nur im Sprichwort lebt „des reichen Möttelis Gut" biszum heutigen Tage fort.