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8e1l06I46II^01't1l (Kirchspiels Freiburg).
Der ganze District, welcher Schönenworth heißt, scheintvor Zeiten — und zwar wenigstens schon im Anfange des15tcn Jahrhunderts — im Besitze der Familie v. Uirrckor-1gewesen zu sein. Jetzt findet man daselbst noch 3 adelicheHöfe, welche früher vielleicht nur Ein großes Gut bildeten.
Schönenworth 3. ging durch Heirath ans den Hän-den der Familie v. lllirräoi-k in diejenigen der Familie v.Rottorrlrorir über. Es wird bemerkt, daß dieses geschehensei, als IVolk?Iülip^> v. Rottorrlzorrr (geb. 3. 3opt. 1631,beerd. 26. Nart. 1685) sich mit t^ckollroick v. blirickorl (geb.I)oo. 1639, beerd. 3. 1726), Tochter des Otto v.bi. und der ^.rrna Naria v. ?lato, verehelicht habe. Ichglaube aber, daß schon dessen Vater, ^.rrtorr Hirrriolr v.Rottoirborrr, als er sich nach dem Tode seiner lsten Ge-mahlin, Nai'Aarota Oorotlroa v. 6. Ooolcorr (h 29. 3a-rrnar 1642), am 12. .lanuar 1643 wiederum mit tläollioickOatlrarirra v. 1>iiirckork (einer Tochter des Olarrs v. a.Schönenworth und der ^ckollroick v. ?Iats, also einerSchwester des oben beregten Otto v. Uirrckorck) vermählte,durch selbige Schönenworth acqnirirt hat, da solche ^.ckol-Itsici Oatlrarirra v. biiirckork damals ausdrücklich „Erb-tochter von Schönenworth" genannt und ihr Bruder Ottoauch gar nicht mehr (wenigstens nicht bei lVIuslrarck), wiesein Vater, als Besitzer von diesem Gute bezeichnet wird.Letzteres kommt wohl daher, daß dieser Otto v. blirrckorck—der letzte männliche Sprößling seines Geschlechts — sich inGötzdorf und Groverort ansässig machte. Er hatte nachdem Tode seiner ersten Gemahlin, Naria v. ?lato,
sich wieder mit ^rrna Nstta v. Hacisin verheirathet, welchenach seinem Tode sich anderweit mit Henning lernst v. Rot-toirlrorrr verehelichte.
Indessen muß Otto v. Mrrckorl doch noch ein Theilvon Schönenworth verblieben sein, da er sowohl in der Ritter-rolle cko 1638, wie in derjenigen cko 1645 als Mitbesitzerdieses Guts — im letztern Jahre neben v. Rottorrlrorir Z— aufgeführt wird.
Ebenso erscheint in dieser Zeit Imckolplr v. LarrZors-bansen (Sohn des Drost ^.nckvsas v. 3. a. Ober-Röblingenin Preussen und der Naria v. LeblspeArell) als hier an-sässig. Er war vermählt mit Miollroick v. Rlato, Tochterdes Ottmar v. ?1. u. der NarZarota v. Xinckorst und wirdwohl durch diese seine Schwiegermutter einen Antheil an
6 Dieser Dettsnvorn kann, da Vsolk ?tnlipp v. Dsttsnvorn erst1631 gebore» wurde, nur dessen Vater, Triton Hinridi v. D. gewesen sein;also ein neuer Beweis der Nichtigkeit meiner obigen Annahme, daß schon letztererSchönenworth erworben habe, und nicht erst dessen Sohn.
Schönenworth erlangt haben. Nach 1652 wird Orockriolr^.rickroas v. KarrAorsliausorr — vermuthlich ein Sohn jenesImckolpb — als begütert in Schönenwort genannt. (Vergl.Niensteden). Indessen vermag ich ein Näheres über dieseFamilie und ihre hiesigen Verhältnisse nicht mitzutheilen.(Gedachter Orrckolplr v. LarrZ. hatte übrigens auch 2 Töchter,Wovon die eine, ^.rrrra NarAarota — st 1646 — mitOiockriolr V. Olato a. Klint, die andere, Olara Alaria, mitOtto v. Ilöirno verheirathet war. .lost v. 8airAorsI>ansoir,dessen Tochter Oliristiiro sich mit Olarrs v. ck. OoMen IlltcrLinie, vermählte, war ein Bruder jenes Orrckolplr).
Eingangs beregter IVolt Rlckli^^ v. Rottorrborrr nun(st 1685), in dessen — und zwar, wenigstens zuletzt, aus-schließlichen— Eigenthnme sich jedenfalls dieses hier in Redestehende Gut Schönenworth befand, vererbte dasselbe auf sei-nen Sohn, den Regimentsquartiermcister ^VolkRlrilipp v.R. (geb. 3nn)- 1677, beerdigt 36. blov. 1734; seit 3.biov.1716 verm. mit NaAckalorra, Tochter des Landr. 0ran2.1rr-lins v. Olato a. Hörne n. der Koplria Ova v. Oixlolck.),welcher 17. blov. 1711 davon immatricnlirt wurde.
Nach dessen Tode brach über seinen Nachlaß Concnrsaus (das oorprrs bonornm ward 1736 festgestellt und be-trug die Masse 49738 Mark) und sein Gut Schönenworthwurde distrahirt(Distrib. Protocoll cko 13.3ul^ 1739). Dasoastrurrr nebst verschiedenen Ländereien erwarb ein gewisserlO'nii. Von diesem ging es auf einen Ilorrrrrrrck über undjetzt besitzt es der Hausmann Oiockr. OoMwanrr.
0. Schönenworth 2. Auch ein altes v. biinckorkschesGut. Nar^arota v. Ulrrckorst „OiZ-Oravir im KehdingerLand Dochter", brachte es ihrem Gemahle, dem Br. Lüneb.Rathe Oolrlrarck v. OarrnorrlroiK a. Breselenz u. Lüchow(Sohne des Oarrrorrtirrs V. I). u. der Loplria V. IVittoi't)zu, welcher 1629 starb und Schönenworth seinem Sohne,Oriockriolr Otto v. O. (geb. 29. Oso. 1618, st 23. Oolrr.1679) hinterließ. Dieser wird Erbherr auf Breselenz u.Schönenworth genannt. Er vermählte sich am 3.ckrrl)-1655mit ^mra Olrristirra v. ^ppol (geb. 26. Oot. 1633, st 11.Oolrr. 1712, Tochter des Lüneb. Landr. Ooirrrioli Lern-Irarck V. a. Masendorf u. der ^.Zrios v. Harro auf Werf),erzeugte mit ihr aber nur Einen Sohn, Ooirrriolr Oolrlrarck,welcher jung verschied.
Es ging darauf das Gut — wohl in Gemäßheit testa-mentarischer Verfügung — auf gedachte v. ^.ppol über.Sie vererbte es auf ihren Bruder-Sohn, Osiirriolr IZorrr-liarck v. ^.ppol (geb. 16. ckairnar 1675, st 5. ckarrrrar 1738,Sohn des Rittmeist. Mrtoir Noritx V. u. der Lusarrirav. Norrvocko), welcher 16. ckurr/ 1716 davon die Matrikel