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manne Klaus v. 6. Decken, von welchem es die Kinder sei-ner mit dem Oberhauptmanne ^lieolaus Leueckietv. ck. De-cksu a. Balje I (IVter Linie) verheiratheten Schwester Das-cilia erbten.
Bei der unter diesen Kindern im Jahre 1838 Stattgefundenen Auseinandersetzung ist das Gut an Karl ^Vil-keliu KeerA v. °ck. Decken gefallen.
Im Kirchspiele Freiburg. Dieses Gut, welches zurBauerschaft Allwörden gehört, liegt unmittelbar vor demFlecken Freiburg. Ein Vorbau (Häuserreihe) desselben, dies. g. Hühnerhörne, auch Vor-Freiburg genannt, steht fastganz auf den Gründen des Gutes (in Zeitpacht). SeinHauptareal bildet die Form eines länglichen Vierecks (Raute),welches durch das Freiburger Hafen- und Abwässerungs-Fleth, durch den Allwördener Weg, durch die Elbe und durchdie Ländereien des jetzt dem Hausmanne Klaus iVIaKlsr ge-hörigen Gutes Allwörden begrenzt wird. Getrennt hiervonliegt eine Pertinenz von 12 Kehd. Morgen im KirchspieleOederquart östlich neben dem Gute Döse vom Hollerdeichebis ins Moor.
Das Gut wurde früher mitunter, verhochventscht, auchRantenstein genannt, so z. B. 1667 von dessen damaligem Eigen-thümer, Tönten Künter v. cl. Decken, und 1762 und 1719von ckckann Vollinsr v. ck. kietk.
Dasselbe befand sich seit den ältesten Zeiten — unvor-denklich — im Besitze der Familie v. Reinierskaussn I.
6 Daß diese Familie zu den vornehmsten und begütertsten des ErzstiftsBremen gehörte, habe ich schon verschiedentlich zu bemerken Gelegenheit gehabt,vcrgl. z. B. Feldhvf, Riltcrhude, Rittershausen, Rosenkranz, Balje. (In einerProceßacte äs 1586 sagt der bejahrte Zeuge Xuckts: Nach den v. ct. Dscksu,die allen vorgingen, habe die Familie v.Lsiinsrskuussu das meiste Ansehen und„privilegäur»" hier im Lande sKehdingcnj.) Leider liegt ihre Genealogienoch sehr im Dunkeln und läßt sich kaum eine nur irgend zusammenhängendeStammtafel mit Sicherheit aufstellen. Ich weiß nicht einmal, wann und mitwem die Familie ausgcstorben ist. Die letzte, die ich finde, ist Dosis v. Rsi-merslnrussn, welche, 80 Jahre alt, als Wittwe des Amtmann DinricirKröninA am 22. Klu)- 1716 zu Drochtcrsen starb.
Der Sohn — und Erbnachfolger auf Rutenstcin — des oben crnno 1565vorkommenden Dusr war höchstwahrscheinlich Lurtolä v. Reiinersliuusen,welcher 1578 verschied. Es muß dieser derselbe Lu-rtolä v. ksiinerskuussusein, welcher laut der Ritterrolle cls 1551 von seinem Gute im Kehdingschen2 Pferde zu stellen hatte. Dieses Gut war offenbar Rutenstein (das damalsdie meisten übrigen Güter an Größe bedeutend übertraf); denn jedes der beidenandern liciinersliuusen'schen Güter, welche ebendaselbst aufgeführt werden, istnur zu 1 Pferd angesetzt. — Lurtoiä's Sohn und Erbe von Rutenstein warLersuä (Lsrnicurä), welcher auch mitunter irrig Lurtolä genannt wordenzu sein scheint. Er wird bei kluskurä unter dem Namen Lerniiurä unno1596 als Ehemann der Outkurinu v.ä. Decken bezeichnet und ebenso in ver-schiedenen gleichzeitigen Leichenreden. Schon 1583 wurde „Lsrnlcurä v.Lsi-inersiinussn, ksrsäiturius auf Rutenstein« in die ^.nton)--Brüdcrschaftausgenommen.
Er lebte 1612 nicht mehr. Sein Sohn war ohne Zweifel derjenige Dur-toiä v. kgiinsrsli., welcher sich in der Urkunde 6s 1626 Erbherr auf Rutcn-
Nach einer Urkunde cke 1565 überließ Dusr v. keiinsrs-kausen dem Erzbischöfe ckekann „dat gerächte unde Stede-geld thom Kadenberge vor viff schepell pachthavern, de ehmkörtet werden van dem pachthavern, de uht sinem wanhavegeit thom Ruten st ein" (viel. ckekannis kinzcke areki-spiscopi s. g. kbronicen). Es wird dieser derselbe Dusr(Dücker) sein, dessen Tochter Lardara, nach seinem Tode,1534 den Dsrinann v. ck. Decken, Stifter der Isten Linie,heirathete. Inhalts des bezüglichen Ehecontracts hattejener auch Besitzungen fund Zehnten im Kirchspiele Oeder-quart. (Ein — vielleicht andrer — Knicker v. lieimcrsüau-ssn hatte um dieselbe Zeit — Urkunde von .lacek^ 1511— Hebungen in Schölisch).
Nar^areta, die Tochter des Dernkarck v. Deimers-
stein und Ritterhude nennt. Auf letztcrem Gute wohnte er noch 1646. Krerscheint auch noch in den Rilterrollc» äs 1645 und 1652, sowohl im 4tenCirkel — von Ritterhude —, als im 6ten Cirkel — von Rutenstein —. In-dessen liegt darin kein sicherer Beweis, daß er damals wirklich noch gelebt habe,indem die Gutsbesitzer oft noch lange nach ihrem Tode oder ihrem Rücktrittevom Gute in der Matrikel fort figurirten. Jedenfalls muß Lurtolä — welcherkeine Söhne hatte — Rukcnstein schon viel früher seiner seit 1622 mit demOldcnb. Drost Dsrrnunu v. ä. Decken verehelichten Schwester iilurxuretuabgetreten haben.
Der Vater des Dusr v. Lsiinersk. äs 1565 und sein Vorgänger a.Rutenstcin war wohl Lurtolä v. Lsiin. Ich finde wenigstens in einer Ur-kunde, welche freilich leider undatirt ist, aber doch gegen Ende des 15ten sueculiabgefaßt sein muß, aufgeführt: „Lurtolä v. Lsiinersk. und Dusr undLskruä, seine Söhne, Erbgesessen zum Rutenstein im Kirchsp. Freiburg".
In einer andern noch vorhandenen Urkunde — viä. das Gut Balje —vom Sonntage nach Himmelfahrt 1465 erscheinen: „IV)- purvel, rnurczuurtUllä .4usi)'N broäsr tonurnst ?!cn rsvrnersliussn r.slig'lckn kermsnnulutlrens sons knupsn äes sticlits tc> drsinsn" sowie ihre rechten VetterLinus, äoucüim u. Derä V. Loimersk. Erstere verkaufen darin dem äu-cob v. Lstorps, Bürger in Stadc, für 86 Lüb. Mark. Pfennige die vonihrem Vater ererbten Güter „in^t lcovs uu Icussn uu necken stuke lun-äes", so die belegen sind im Kirchsp. Balje vom Sllderdeich bis in die Elbe.Die andere Hälfte gehörte dem äosclntn ?. Lerinsrsk., der sie gleichfalls vonseinem Vater geerbt hatte. (Aus dem Ganzen waren dem Erzbischöfe „to,tz-nss trvs sckepsl kuvsrpuckt" zu entrichten).
Der Name Lsrtolä scheint von jeher in der Familie heimisch gewesen zusein. 1365 ker. 6 Post rssurr. ämi lebten: „Otto inilss, Denricus,Urcoluus, Lsrtoläus äs Leiinurskusen, itsrn Driäericus Drucker äs-mini Dttonis äs Lerinersli." Dieser Driäsricus ist wohl nicht derselbe,welcher schon 1284 ksr. 4 Post Dusture die vom Erzbischöfe dem Stadcr Marien-klostcr ertheilte Privilcgiums.Confirmation mit unterschrieb. Driäericus äs II.rnilss erscheint auch schon 1255 u. 1262, Lsrtoläus äeL. inilss aber 1288in Urkunden sviä. Zevencr Urk. Buch, sä. v. Lloäeuberx).