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Mensteden (Kirchspiels Freiburg).
Die unter den Namen Sande (auf dem Sande), Frei-bnrg und Niensteden vorkommenden Deckenschen Güter lassensich im Grunde auf eines reduciren.
„Das (der) Sand" bedeutet im Kehdingschen eine Inseloder eine Anschwemmung in der Elbe. Solche sind theilsnoch in der Consolidirung begriffen, theils aber schon sohoch und fest, daß sie sich zur Bewohnung eignen.
Letzterer Gestalt muß früher auch das Freiburger Sandgewesen sein; denn es lag ans selbigem ein Deckeusches Gut,dessen Urgeschichte sich in Dunkelheit hüllt.
Der Bürgermeister Elans soll sich im Besitze desselbenbefunden haben (der General Hieronimus giebt es, unterdem Namen Freibnrg, auch schon dessen angeblichen Vaterund Großvater, Elans und Ebsrllarcl); mit Bestimmtheitkann man dieses von seinem Sohne Esinriell, Stifter der3ten Linie, und dessen Sohne Elans, der Jüngere genannt(f 1618), sagen.
Damals führte (laut Proceßacten) eine feste Brücke vonFreiburg nach dem Sande c;u.
Bei der unter jenes Elans v. cl. Eeelren Söhnenanno 1622 vorgenommenen Erbtheilung fiel „das Sandbei Freibnrg" dem ältesten derselben, dem nachherigen Dom-dechanten Esinrieli, zu, Welcher es aber später wieder seinemBruder Elans (ff 1648) überlassen haben muß. Denndiesen findet man als Erbherrn auf Sande und Nienstedenbezeichnet!).
Wahrscheinlich hatte zu solcher Zeit das Sand solcheVeränderungen, namentlich durch Abbruch, erlitten, daß esnicht mehr bewohnbar war. Deshalb ließ eben gedachterElans die dortigen Gebäude abbrechen und begründete eine„neue Stätte" (Niensteden) am westlichen Ende von Frei-bnrg selbst, auf vielleicht ihm schon früher zugehörigen Grün-den. (Sande wurde trotzdem aber auch noch später — nebenNiensteden — unter die Deckenschen Güter gerechnet).
Er hinterließ dieses Niensteden seinem Sohne Elans.Als selbiger 1664 kinderlos starb, fiel das Gut (nebst Sande)an seinen rechten Vetter, ckollann Esinriell v. ck. Eeelcen.
Dieser erwarb und bezog hiernächst ein anderes ganzin der Nähe liegendes Gut Niensteden (ursprünglich wohlein Ableger des ersteren), welches vorher der Familie v.LanZersliansen gehört hatte. Viel, weiter unten.
Das alte Niensteden sank fortan zur bloßen Altentheils-wohnnng oder zum Wittwensitze herab.
Es wird jedoch noch 1791 in sellark's Statistik, sowie
tz Dcr General Hieronimus läßt — wohl irrthümlich — schon unterdessen Vater Lüaus das Gut Niensteden eristircn. Ich bin ihm aus Versehenin dieser Hinsicht auf der Stammtafel gefolgt.
in den Staatskalendern von 1797—1819 unter dem NamenFreibnrg fortwährend als Eeelrsnsches Gut aufgeführt.
Um solche Zeit brachte es aber das Fräulein ^gnsssNaA<1alene v. Ereinsr (geb. 13. llnnzr 1743, Tochter desEisäriell Wlllrelin v. Er. a. Mannhansen n. der ^.ZusseNaAclalsne v. cl. Decken) käuflich an sich und bewohntees bis zu ihrem Tode, 1834. Von ihren Erben erstand esder Eo. jur. v. cl. Esten. Derselbe veräußerte es wiederan den Er. ineä. Lellönian und dieser an die K. Regierung,welche es zur Wohnung des ersten Freibnrger Verwaltungs-beamten hat ausbauen lassen.
Dieses alte Niensteden stand nicht im Matrikelbuche,weil es bei dessen Abfassung (um 1698) kein eigentlichesGut mehr war.
Was das zweite Niensteden, das jetzige und einzige,betrifft, so steht darüber im Matrikelbuche äs eirea 1698Folgendes: „Der Sangershausische Hof, jetzo seel. Herrnlollann Esinrioll v. ä. Decken Erben angehörig".
Ich habe bei der Beschreibung der Güter Schönen-worth gesagt, daß dort auch Eieckrick l^nclrsas v. Landers-kanssn begütert gewesen sei. Ich glaube aber jetzt, daßdas Gut, welches diesem LanAerskanssn 1652 in der Ritter-rolle zugeschrieben wird, vielmehr Niensteden war. Es istschwer, die dicht aneinander grenzenden Güter Nienstedenund Schönenworth Betreffs ihrer früheren Besitzer ausein-ander zu halten.
Oben mehr gedachter lokann Iletnrick v. cl. Deckenstarb 1695 und hinterließ Niensteden seinem Sohne HansDeinrick (immatr. 14. ölc>v. 1699), der es auf seinen Sohn,den Quartalsverschlags-Commissair .lokann Deinriek v. ck.Decken a. Schölisch II vererbte.
Letzterer, in großer financieller Bedrängniß (vergl.Schölisch), sah sich gezwungen, das Gut zu veräußern.Der berüchtigte Hamburger Kaufmann und Güterspeculantkuclolpk Nicliael Risäsl brachte es an sich, gerieth aberdemnächst in Concurs.
Aus diesem acqnirirte es vor 1774 der Capitain undnachherige Major Eustav Earl v. Eruken a. Marne (geb.4. ^.nA. 1733, ff 16. Innz? 1797, Sohn des CapitainElans Dinrick v. Er. a. Ritsch u. Marne und der Elni-stins Nette v. Katte). Er wurde aber erst am 6. Xov.1793 davon immatriculirt, indem er vorher — seit 7. 3un^1763 — von seinem Gute Marne die Matrikel hatte, daser jedoch im selbigen Jahre 1793 an den Hausmann Denkeverkaufte.
Ernken war seit 24. H.UA. 1765 mit Naria Eliristinev. ä. Distk aus Alfstedt vermählt. Die aus dieser Eheam 11. ckulzc 1766 geborene Tochter Eleonore EliristineDorotkea v. Eruken (verm. 6. Nart. 1787, ff 19. Eet.